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1

Freitag, 26. Januar 2018, 18:55

Wasser in Airbox und Getriebebelüftung // Ventilspiel ok?

Guten Abend zusammen!

Gleich mal zwei Fragen unter einer Überschrift, ich hoffe das stört nicht..

Ich habe meine Gran Canyon zerlegt um das Ventilspiel einzustellen, dabei ist als ich die Airbox ausgebaut habe ein großer Schluck (grob geschätzt 50-100ml) Wasser aus der Airbox rausgelaufen... Beim weiteren zerlegen um an den senkrechten Zylinder zu kommen ist mir dann in der Getriebeentlüftung ein weißer Schaum (ich nehme an ÖL/Wasser) aufgefallen. So ein Schaum war auch um den Temperatursensor am Ventildeckel des flachen Zylinders.
Hat da einer eine Erklärung für?

Was mir in dem Zusammenhang noch aufgefallen ist: Der Schlauch der Getriebentlüftung zur Airbox hat leichte Risse und war von außen leicht verölt. Kann es da irgendwie Luft ziehen und dann daraus Wasser auskondensieren? klingt für mich noch nicht ganz logig. Und ebenfalls etwas komisch: der Ausgang von der Airbox zum flachen Zylinder ist auch leicht verölt von innen. Genau darüber ist ja auch das Schlauchende der Getriebeentlüftung.. Der Endtopf von dem Zylinder hat auch teilweise leicht schwarz geraucht...




Jetzt die nächste Frage:
Ist es realistisch das nach knapp 30tkm das Ventilspiel noch passt und nicht eingestellt werden muss?
Die 0,15mm Lehre bekomme ich unter die Öffner nur mit viel Kraft, die 0,1mm Lehre sitzt auch noch leicht fest und fällt nicht von alleine durch ;)
Wenn ich den Schließerhebel mit viel Kraft runter drücke bekomme ich maximal die 0,1mm Lehre drunter.
Das macht für mich den Eindruck dass ich eigentlich keine Shims wechseln muss. Bin ich auch nicht gerade traurig mit :D
Ich habe sie seit knapp 15tkm und in den 15tkm davor wurde es ziemlich sicher auch nicht eingestellt.

Ich freue mich über konstruktive Kommentare!!

Grüße aus München!


Zu guter Letzt noch: Ende November hat mich ein Autofahrer im Münchener Stadtverkehr mich ans Fenster gewunken da er auch eine Gran Canyon hat und gefragt ob ich auch hier im Forum bin. Hier bin ich! :D

2

Freitag, 26. Januar 2018, 20:00

Nach allgemeiner Recherche habe ich für den ersten Punkt wahrscheinlich einer Erklärung:

Wasser: bis zum Winterschlaf musste ich sie leider 10 Wochen im Kurzstreckenbetrieb zur Arbeit durch die Stadt qäulen, min ganz wenigen Ausnahmen von längeren Ausfahrten.

ÖL-Schaum: Ich hatte gerade etwas viel zu viel Öl im Getriebe. Vermutlich kommt es dann daher, dass allesmöglich im Ölgeplanscht hat, was es normalerweise nicht tut und somit es aufgeschäumt hat.

Dann haben sich denk ich die Punkte erledigt, oder sieht jemand eine andere Ursache?

carlo

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3

Samstag, 27. Januar 2018, 11:39

Ölschaum

:thumbsup: :thumbsup: :daumen: :licht:
DREHMOMENT ist`s wenn die Straße brennt :D
Alle Angaben und Tipps die ich mache sind ohne Gewähr auf Richtigkeit.Im allgemeinen hab ich es aber selbst ausprobiert.

Kay

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4

Samstag, 27. Januar 2018, 15:57

Das Wasser in der Airbox ist nicht normal und auch nicht durch Kurzstreckenbetrieb zu erklären, bei soviel Wasser in der Airbox wird es dir über die Getriebeentlüftung in den Motor gelaufen sein (was den Schaum/Wasser und die Menge erklärt)

Jetzt ist halt die Frage warum so viel Wasser in der Airbox war ?
ZZR 600 Bj.99 mit ca. 40.000km
Gran Canyon Bj.99 (Gekauft mit 40.436,6km)
FZR 1000 Bj.91 mit ca. 50.000km (zukünftiges Bastelobjekt)

monstermania

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5

Dienstag, 30. Januar 2018, 16:00

Ich habe meine Gran Canyon zerlegt um das Ventilspiel einzustellen, dabei ist als ich die Airbox ausgebaut habe ein großer Schluck (grob geschätzt 50-100ml) Wasser aus der Airbox rausgelaufen... Beim weiteren zerlegen um an den senkrechten Zylinder zu kommen ist mir dann in der Getriebeentlüftung ein weißer Schaum (ich nehme an ÖL/Wasser) aufgefallen. So ein Schaum war auch um den Temperatursensor am Ventildeckel des flachen Zylinders.
In der Airbox sind unten 2 Ablaufschläuche bzw. Ablaufventile eben damit sich das evtl. dort vorhandene Wasser aus der Airbox ablaufen kann. 50-100ml ist schon sehr viel. Viel mehr als maximal ein Schnapssglas sollte sich nicht in der Airbox befinden. Prüfe mal, ob die beiden Ablässe durchlässig sind.
Der Schleim ist nichts weiter als Kondenswasser durch Kurzstreckenbetrieb. Wenn die Maschine einmal richtig heiß wird verdampft das Kondenwasser und der Schleim ist wieder weg. Das Phänomen wird extrem verstärkt, weil die Motorentlüftung zurück in die Airbox geführt wird. Dadurch kann die Feuchtigkeit nur schlecht abdampfen. Bei den Ducati's wird dann gerne der Entlüftungsschlauch in die Airbox gegen einen K&N-Filter getauscht. ;) Ist aber illegal...
Jetzt die nächste Frage:
Ist es realistisch das nach knapp 30tkm das Ventilspiel noch passt und nicht eingestellt werden muss?
Die 0,15mm Lehre bekomme ich unter die Öffner nur mit viel Kraft, die 0,1mm Lehre sitzt auch noch leicht fest und fällt nicht von alleine durch
Wenn ich den Schließerhebel mit viel Kraft runter drücke bekomme ich maximal die 0,1mm Lehre drunter.
Das macht für mich den Eindruck dass ich eigentlich keine Shims wechseln muss. Bin ich auch nicht gerade traurig mit
Ich habe sie seit knapp 15tkm und in den 15tkm davor wurde es ziemlich sicher auch nicht eingestellt.
Nein,
das ist nicht sehr realistisch!
Das Schließerspiel bei den Ducati 2V sollte 0,00-0,05 mm betragen! Wenn Du also die 0,1mm Fühlerlehre da rein bekommst ist das schon ganz schön viel zu viel!
Wenn Du es eh auseinander hast würde ich die Ventile einmal korrekt einstellen. Gibt dazu gute Anleitungen z.B. bei Youtube.

Gruß
Dirk

Kay

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6

Dienstag, 30. Januar 2018, 17:39

Hab mich heute auch mal getraut an das Ventielspielmessen zu gehen.
Hatte etwas Bammel vor dem Desmo und es deshalb immer weiter geschoben (in der Hoffnung ich finde jemanden mit Desmo Erfahrung der mir zumindest beim erstenmal zur Hand geht).

Damit ich weiter komme bin ich heut an den liegenden Zylinder rangegangen (zum Probieren), Ergebniss:
Einlass: Schließer = 0,05 (WHB 0,03-0,20), Öffner = 0,10 (WHB 0,05-0,12)
Auslass: Schließer = 0,00 (WHB 0,03-0,20), Öffner = 0,12 (WHB 0,05-0,15)

Vom System her wenn ich es jetzt richtig verstanden habe wird das Ventielspiel beim Öffner mit der Zeit (wenn sich das Ventiel in den Kopf einarbeitet) kleiner was aber auch heißt beim Schließer wird es gleichzeitig größer.
(Falls ich das System jetzt wiedererwartend falsch verstanden habe möge man mich gerne korrigieren)

Hatte wegen dem Auslass Schließer mit 0,00 etwas bedenken, da das aber mit der Zeit größer wird und Dirk (monstermania) sagt es sei ok werde ich es auch so lassen, sprich ich belass das Ventielspiel am liegenden Zylinder so wie es jetzt ist und schraub morgen die Deckelchen wieder drauf.
Werd dann schauen das ich den Horizontalen Zylinder diese Woche auch noch überprüfe bzw. falls nötig einstelle.


@ Dirk

Bei ihm ist das Schließerspiel laut WHB in der Mitte der Toleranz !
Sollte er da wirklich schon dann beigeben es zu korrigieren ? (bin ja auch Anfänger was den Desmo betrifft)



Gruß Kay
ZZR 600 Bj.99 mit ca. 40.000km
Gran Canyon Bj.99 (Gekauft mit 40.436,6km)
FZR 1000 Bj.91 mit ca. 50.000km (zukünftiges Bastelobjekt)

Mpire

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7

Dienstag, 30. Januar 2018, 19:16

Servus

1. Du hast das System verstanden :daumen:


2. Wenn Du bei gemessen 0,00mm die Schließerhülse noch drehen kannst, dann ist das einwandfrei. :thumbsup:


Denn kommt der Motor auf Betriebstemperatur, wird das Schließerspiel größer, da sich gerade beim Auslassventil der Ventilschaft durch die Hitze ausdehnt und länger wird. Habs schon mal bei einem "heißen" Motor am liegenden Zylinder gemessen, der vorher 0,01mm hatte, danach waren es 0,04mm.

Deine bisher gemessen Werte sind völlig in Ordnung.

Gruß Mpire
_______________________________
Vorwärts Männer, wir müssen zurück

Kay

Schüler

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8

Dienstag, 30. Januar 2018, 22:02

Ja kann die Hülse drehen, muss aber schon zwei Finger nehmen (wobei es dabei zu unterschiedlichem Wiederstand dabei kommt, mal leichter mal schwerer (also nicht mit Gewalt gedreht))


Gruß Kay
ZZR 600 Bj.99 mit ca. 40.000km
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