Navi 'wilbern' - jemand Erfahrung??! Wilbers

#1
Moin zusammen,
nach gut 10tkm in den letzten 10 Monaten mache ich mir Gedanken das Fahrwerk zu überarbeiten. Ich denke an ein Wilbers 641 nebst progressiven Gabelfedern aus der Wilbers Oktober Aktion nach- weil ich damit sehr gute Erfahrungen gemacht habe (Versys und XSR700...!)
Hat damit schon jemand auf der Navi Erfahrung ?

Mir ist die Dämpfung zu lasch, die Schräglagenfreiheit zu gering (möchte ein Federbein mit Längenverstellung und erhoffe mir vom 'Arsch hoch' etwas mehr Agilität und Schräglagenfreiheit, so dass das zusammen mit dem 150 HR der jetzt drauf kommt hoffentlich reicht - war bisher immer etwas unsicher da nur so wenig Reserve zu haben!) Irgend jemand meinte mal, das mit einem längeren Federbein ginge nicht...?! - ich hoffe ich werde da eine Lösung finden!
Die getrennt einstellbare High- und Lowspeed Druckstufe des 641 Wilbers hat sich bei den beiden anderen Motorrädern als vollkommen genial herausgestellt obwohl ich zuerst dachte das ist unnötiger Tünneff!!! Highspeed ziemlich auf, Lowspeed weitestgehend zu ergibt ein sportlich straffes und dennoch komfortabes Fahrwerk! - Dämpfung kann man dann ganz gut über die Zugstufe feinjustieren - so erhoffe ich mir das bei der Navi!!
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#2
Die Navi hat original ein ziemlich gutes Fahrwerk. Da holst du mit den Wilbers Teilen nicht so viel raus. Als allerdings der Dämpfer bei mir platt war, habe ich mir ein voll einstellbares Wilbers geholt. Wenn man sich die Mühe macht das für seine Belange einzustellen ist es was feines. Aber ein Wunder wie bei nem unterdämpften Japsen brauchst du nicht erwarten. Mehr Schräglagenfreiheit bringt es bei mir nicht... Wenn die Reifen vorn und hinten auf Kante sind, macht Höher legen keinen Sinn mehr. Aber dazu gabs schon genug Diskussionen im Forum.
Die Gabelfedern von Wilbers hatte ich auch drin und war heilfroh als ich die wieder ausgebaut hatte. Für mich viel zu hart.

Gruß Matthias
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#3
(04.10.2018, 09:07)MaT5ol schrieb: Moin zusammen,...
Hat damit schon jemand auf der Navi Erfahrung ?
Nur mit der hydraulischen Federbeinvorspannung von denen.

Mir ist die Dämpfung zu lasch, die Schräglagenfreiheit zu gering ...
Dann wechsel doch das Öl und fülle ausreichend Druck ein. Danach die Feder so weit vorspannen, bis es mit der Höhe besser ist.

Die getrennt einstellbare High- und Lowspeed Druckstufe des 641 Wilbers hat sich bei den beiden anderen Motorrädern als vollkommen genial herausgestellt obwohl ich zuerst dachte das ist unnötiger Tünneff!!! Highspeed ziemlich auf, Lowspeed weitestgehend zu ergibt ein sportlich straffes und dennoch komfortabes Fahrwerk! - Dämpfung kann man dann ganz gut über die Zugstufe feinjustieren - so erhoffe ich mir das bei der Navi!!
Ja, die Druckstufe getrennt hätte ich auch gerne. Ich behelfe mir beim Sachs mit der Zugstufe in der Einstellung 1-5 Klicks vor geschlossen. In diesem Bereich wird die Druckstufe mit beeinflusst und das macht es viel fester.

(04.10.2018, 15:18)Matthias schrieb: Die Gabelfedern von Wilbers hatte ich auch drin und war heilfroh als ich die wieder ausgebaut hatte. Für mich viel zu hart.
Lag vielleicht an den 130 mm Luftpolster, daß Wilbers angegeben hatte. Das kann nicht funktionieren und einige haben es ignoriert, indem sie weniger Öl einfüllten.
Grüße Georgios

"Absorb what is useful, discard what is useless, add what is uniquely your own."

"It's a shame that stupidity can't be converted into a usable energy source."

"I would rather be on my motorcycle thinking about God than in church thinking about my motorcycle."
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#4
Wilbers Federn funktionieren, aber nur wenn man beim Luftpolster auf 180-200mm geht.
Anrufen bei Wilbers und nach Rat fragen kann man sich sparen, die haben da NULL Wissen oder Erfahrung mit der Navi!!!
Zum Federbein kann ich nichts sagen, ich habe das originale FB vom Fachmann überholen lassen.
Das hat damals der Markus Tolksdorf gemacht, in Verbindung mit der Gabel. Leider ist Markus nicht mehr unter uns.
Er fand das Fahrwerk der Navi übrigens gut und war ganz begeistert!

https://www.youtube.com/watch?v=pS8UBWKV...ture=share
Wer vor der Kurve nicht bremst war auf der Geraden nicht schnell!
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#5
@ MaT5ol: Wenn Du Deinen Negativfederweg schon richtig eingestellt hast, ist mein Vorschlag, die Vorspannung zu ändern natürlich blödsinnig. Cry

(04.10.2018, 18:50)Snoopy schrieb: Wilbers Federn funktionieren, aber nur wenn man beim Luftpolster auf 180-200mm geht.
Anrufen bei Wilbers und nach Rat fragen kann man sich sparen, die haben da NULL Wissen oder Erfahrung mit der Navi!!!
Zum Federbein kann ich nichts sagen, ich habe das originale FB vom Fachmann überholen lassen.
Das hat damals der Markus Tolksdorf gemacht, in Verbindung mit der Gabel. Leider ist Markus nicht mehr unter uns.
Er fand das Fahrwerk der Navi übrigens gut und war ganz begeistert!

https://www.youtube.com/watch?v=pS8UBWKV...ture=share

Macht Spaß, ihm zuzuhören. Er kann das alles im Schlaf machen. Was ist ihm passiert?
Grüße Georgios

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#6
(05.10.2018, 12:12)Georgios schrieb: @ MaT5ol: Wenn Du Deinen Negativfederweg schon richtig eingestellt hast, ist mein Vorschlag, die Vorspannung zu ändern natürlich blödsinnig. Cry

Ist nie blödsinnig denn damit fängt alles an...
Dämpfung ist leicht zu verstellen weil ohne Werkzeug, Federvorspannung immer ein Gefuddel - war auch einfach davon ausgegangen, dass das schon stimmt, weil Pappa (von dem ich meine Navi habe) so ziemlich die gleiche Gewichtsklasse wie ich ist, aber jetzt wo du es schreibst und ich es mir genau überlege hängt sie eigentlich ganz schön durch beim Aufsitzen, das könnten durchaus mehr als 30...50mm sein. Werde ich checken, danke!
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#7
@ Georgios

Markus hatte einen Tauchunfall den er leider nicht überlebt hat.

Er war ein sehr sehr angenehmer Mensch und sehr beliebt.
Es macht mich auch heute noch echt traurig wenn ich an ihn denke.

Ein Genie wenn es um Fahrwerke ging. Leider wurde seine Werkstatt geschlossen und sein Können ist mehr oder weniger verloren.

In dem Video mit ihm und Jens Kuck kommt seine Ausstrahlung nicht so zum Ausdruck wie er persönlich war.
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#8
Tut mir leid zu hören. Schade, daß ich ihn nicht mehr kennenlernen durfte.
Grüße Georgios

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#9
Du willst ein Strafferes aber auch komfortableres Fahrwerk. Das wirst du nicht hinkriegen. Entweder Straff oder Komfortabel. 
Ich finde das Fahrwerk der Navi richtig gut. Nachdem ich jahrelang brettharte Klassiker gefahren bin wollte ich was mit dem man bequem Touren fahren kann es aber auch ordentlich krachen lassen kann. Das hab ich mit der Navi gefunden.
Gabelöl 7,5 und größeres Luftpolster bewirken Wunder bei der Gabel. Dazu noch einen Gabelgleitverbesserer und die Gabel braucht sich nicht gegen Up side downgabeln verstecken. Das Federbein hinten verrichtet wenn es in Ordnung ist hervorragende Arbeit. 
Einzig die Schräglaenfreiheit lässt Kritik zu, kann man aber durch andere Fussrasten etwas verbessern. 
Ich war gerade 5 Tage auf Sardinien und hatte mit der Navi keine Probleme mit anderen 130 PS Bikes mit zu halten. Das ist immer ne Sache des Fahrers und was für ein Risiko man gehen will.
Gerade auf Landstraßen, wo wechselnder Fahrbahnbelag, Wellen, Schlaglöcher und Risse in der Fahrbahn an der Tagesordnung sind, bist du mit dem Fahrwerk der Navi sehr gut aufgehoben. Hier wäre ein Straffes Fahrwerk fehl am Platz. 
So sehe ich das. 
Die Bremsanlage hab ich durch eine Radialpumpe und Wavescheiben auch so hin bekommen, dass man ordentlich Ankern kann. Hinten hat Bremsflüssigkeit DOT 5.1 endlich den Erfolg gebracht, dass sie nicht durch Überhitzung ausfällt.
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#10
(07.10.2018, 14:15)ducwolobo schrieb: Du willst ein Strafferes aber auch komfortableres Fahrwerk. Das wirst du nicht hinkriegen. Entweder Straff oder Komfortabel. 
Ich finde das Fahrwerk der Navi richtig gut. Nachdem ich jahrelang brettharte Klassiker gefahren bin wollte ich was mit dem man bequem Touren fahren kann es aber auch ordentlich krachen lassen kann. Das hab ich mit der Navi gefunden.
Gabelöl 7,5 und größeres Luftpolster bewirken Wunder bei der Gabel. Dazu noch einen Gabelgleitverbesserer und die Gabel braucht sich nicht gegen Up side downgabeln verstecken. Das Federbein hinten verrichtet wenn es in Ordnung ist hervorragende Arbeit. 
Einzig die Schräglaenfreiheit lässt Kritik zu, kann man aber durch andere Fussrasten etwas verbessern. 
Bist du schon mal was mit getrennt einstellbarer high und low-speed Druckstufe gefahren?? Gut eingestellt?? GENIIAL!!
Hab gestern mal meine Vorspannung kontrolliert und dabei festgestellt, dass man die ja total beschissen bis überhaupt nicht ohne Ausbau einstelken kann... hat zum Glück gepasst!!
Dann auch drauf gekommen warum sie sich in letzter Zeit so bescheiden fährt (abgeaehen vom abgenudelten Hinterreifen...) Luftdruck vorne: 1.6bar - das is wohl'n büschen wenig!! Blush 
Neuen 150er HR montiert (wieder CRA3) und nach 2x 160ger (PA GT und CRA3) völlig neues Fahrverhalten!!
Endlich hat das Ding Schräglagenfreiheit wie sie soll!! War auf 200km Hausstrecke nicht einmal auf den Rasten - vorher des öfteren um nicht zu sagen ständig...- Fuss setzt ab und an noch auf wenn ich ihn nicht ganz sauber hochnehme aber damit kann ich leben.
Kann ich also nur empfehlen ( den 150iger und CRA3!) und ftag mich wie man mit der Navi mit 170 oder gar 180 hinten und evtl. Noch vorne 120-17" denn vernünftig fahren kann.
Mit dem 160 geht das grad noch so - hab ich ja 10tkm gemacht aber breiter?? Der 150 is geil, ich glaub ich muss in ein neues Federbein investieren und kucken was geht, wobei das originale gestern ganz ok war - war aber auch ganz zu und immer noch recht lasch... komfortabel aber Druckstufe zu lasch...
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#11
(08.10.2018, 07:36)MaT5ol schrieb: Hab gestern mal meine Vorspannung kontrolliert und dabei festgestellt, dass man die ja total beschissen bis überhaupt nicht ohne Ausbau einstelken kann...
Deswegen ist ja auch eine Hydraulik so praktisch.

... ich glaub ich muss in ein neues Federbein investieren und kucken was geht, wobei das originale gestern ganz ok war - war aber auch ganz zu und immer noch recht lasch... komfortabel aber Druckstufe zu lasch...
Neues FB? Hmm. Baue es doch mal aus und fülle 14 bar ein. Wenn Du es gut machen willst, nehme auch ein neues Öl. SAE 2,5, aber Dämpferöl, kein Gabelöl.

Dann auch drauf gekommen warum sie sich in letzter Zeit so bescheiden fährt (abgeaehen vom abgenudelten Hinterreifen...) Luftdruck vorne: 1.6bar - das is wohl'n büschen wenig!! Blush
Immer dran denken, wenn es draußen kälter wird, sinkt auch der Luftdruck in den Reifen.Wink 


Grüße Georgios

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#12
Deswegen ist ja auch eine Hydraulik so praktisch.

Neues FB? Hmm. Baue es doch mal aus und fülle 14 bar ein. Wenn Du es gut machen willst, nehme auch ein neues Öl. SAE 2,5, aber Dämpferöl, kein Gabelöl.

Immer dran denken, wenn es draußen kälter wird, sinkt auch der Luftdruck in den Reifen.Wink 


Zu 1. Brauche ich aber eher selten...

Zu 2. Macht wer und kostet wieviel oder kann ich das selbst mit der MTB Federbeinpumpe??

Zu 3. Jupp und zwar bei 30°C etwa 10% also 2...3/10 aber nicht ein knappes Bar... - regelmässig (und speziell vor längeren Touren!) kontrollieren hilft!!
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#13
(09.10.2018, 22:22)MaT5ol schrieb: Zu 1. Brauche ich aber eher selten...

Zu 2. Macht wer und kostet wieviel oder kann ich das selbst mit der MTB Federbeinpumpe??
Macht jeder Fahrwerksshop (z.B. Franzracing oder andere,...). Kannst Du aber auch selber mit der MTB-Pumpe.


Zu 3. Jupp und zwar bei 30°C etwa 10% also 2...3/10 aber nicht ein knappes Bar... - regelmässig (und speziell vor längeren Touren!) kontrollieren hilft!!
Ich habe mal gehört, pro 10°C Änderung etwa 0,2 bar. Der Schlauch lässt bei längerem vernachlässigen auch etwas durch. Da kommt schon etwas zusammen. Wink

Ändere doch mal die Überschrift in "Wilbers". Ist für die Suche später einfacher.
Grüße Georgios

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#14
D.h. da Kannst Du aber auch selber mit der MTB-Pumpe. 

Ich habe mal gehört, pro 10°C Änderung etwa 0,2 bar. Der Schlauch lässt bei längerem vernachlässigen auch etwas durch. Da kommt schon etwas zusammen. Wink

Ändere doch mal die Überschrift in "Wilbers". Ist für die Suche später einfacher.


1 d.h. da ist ein Reifenventil dran?? ( kostet das machen lassen? - dann hab ich aber immer noch keine ( getrennt?!) einstellbare Druckstufe und keine Längenverstellung...!!
Btw was soll der erhöhte Druck bringen?? Die Feder unterstützen?? ( beim Mounty hab ich ja ne 'Luftfeder')

2. Wäre doof wenn die warmen Reifen gleich 0.5 bar mehr hätten! Mit px V = m x R x T und V, m und R konstant folgt p ist proportional zu T
Mit T absolut in °K ( also 20°C = 293°K) steigt der Druck also um 10% vom Ausgangsdruck pro 30°.
+0,2 bar mehr hast du bei einem Reifendruck von 6 bar... und Schläuche hab ich nicht mehr... vielleicht sind die Felgen / Reifen / Dichtband nicht ganz dicht...?!

3. Gemacht!!
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#15
(09.10.2018, 23:06)MaT5ol schrieb: 1 d.h. da ist ein Reifenventil dran?? ( kostet das machen lassen? - dann hab ich aber immer noch keine ( getrennt?!) einstellbare Druckstufe und keine Längenverstellung...!!
Btw was soll der erhöhte Druck bringen?? Die Feder unterstützen?? ( beim Mounty hab ich ja ne 'Luftfeder')
Ja, ganz oben ist ein Autoventil. Getrennte Druckstufe hast Du nicht und Höhenverstellung auch nicht.

Wenn der Druck zu niedrig ist, leidet die Dämpfung. Das ist ein De Carbon-System, also Öl-und Gaskammer durch einen Kolben getrennt. Kein einfaches Emulsions-Federbein. Ausreichend hoher Druck unterbindet ein Aufschäumen des Öls.

Viele Leute, die das originale Sachs-Boge entsorgen, haben nur noch 6 oder 7 bar in der Kammer. Auf 14 bar aufgefüllt fühlt sich das dann schon etwas anders an. Das Fahrwerk braucht eben auch Wartung. Gabelöl tauschen sehen die meisten noch ein (weil ja auch viel davon gesprochen wird), aber wieso das Öl im FB wechseln?


2. Wäre doof wenn die warmen Reifen gleich 0.5 bar mehr hätten! Mit px V = m x R x T und V, m und R konstant folgt p ist proportional zu T
Mit T absolut in °K ( also 20°C = 293°K) steigt der Druck also um 10% vom Ausgangsdruck pro 30°.
+0,2 bar mehr hast du bei einem Reifendruck von 6 bar... und Schläuche hab ich nicht mehr... vielleicht sind die Felgen / Reifen / Dichtband nicht ganz dicht...?!

3. Gemacht!!
Cav.daumen.6
Grüße Georgios

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#16
(04.10.2018, 18:32)Georgios schrieb:
(04.10.2018, 15:18)Matthias schrieb: Die Gabelfedern von Wilbers hatte ich auch drin und war heilfroh als ich die wieder ausgebaut hatte. Für mich viel zu hart.
Lag vielleicht an den 130 mm Luftpolster, daß Wilbers angegeben hatte. Das kann nicht funktionieren und einige haben es ignoriert, indem sie weniger Öl einfüllten.
Warum soll das nicht funktionieren können?
In einem Fahrwerksschreiben von Winnie stand mal, dass das Luftpolter > dem Federweg sein soll bzw. muss - macht für mich Sinn wenn das Luftpolster in ausgefedertem Zustand gemessen werden würde, weil sich die Gabel beim Einfedern ja um den Federweg zusammenschiebt und das Gabelöl inkompressibel ist.
Das Luftpolster wird doch aber in kompülett eingefedertem Zustand gemessen, oder??!!
Beträgt der Federweg z.B. wie bei der Navi 150mm und das Luftpolster beträgt eingefedert 150mm (querschnittsveränderungen und das Federvolumen vernachlässigen wir mal!) - dass liegt das Luftvolumen ausgefedert bei 300mm.
Beim kompletten Einfedern würde sich der Luftdruck dann auf 2 bar erhöhen was ja nicht sonderlich viel ist!
Beträgt das Luftpolster dagegen 125 respektive 175mm (was jetzt nach den Angaben hier im ersten Fall grottenfaklsch, im zweitern Fall angeblich richtig ist... Rolleyes ) erhöht sich der Luftdruck eben auf 275/125 = 2,2 bar oder nur auf 325/175 = 1,85 bar...
Ohne dass ich das jetzt berechnen muss, glaube ich nicht an weltbewegende Unterschiede!
(Gabelquerschnitt etwa 40mm, damit Fläche etwa 1000mm². 1 bar = 0,1N/mm², damit unterscheidet sich die Federkraft unterstützende Kraft durch das Luftpolster um satte 1000mm² * 0,1N/mm² = 100N oder auch 10kg bei einem bar Druckunterschied bei voll eingefederter Gabel, in dem angeführten Beispiel mit 125mm zu 175mm Luftpolster also um 3,5kg oder bezogen auf den Federweg um 35N/150mm = 0,23 N/mm ich bezweifle mal, das man das überhaupt bemerkt!
Gabelfederraten liegen so um die 5N/mm, wie sprechen hier also von etwa 5% und das ist der Bereich in dem es auch noch empfohlen wird die Federrate durch das Luftpolster zu beeinflussen:

Die eigentliche Frage ist jetzt aber eigentlich nochmal diese:
Wann stelle ich das Luftpolster wie ein?! - Ich behaupte ohne Gabelfeder bei komplett eingefederter Gabel!

Federt man die Gabel dann aus, sinkt der Ölstand um den Federweg, also von z.B. 150mm auf 300mm, taucht man dann die Gabelfedern ein, erhöht sich der Ölstand nochmal (ich schätze mal um etwa 50ml, dh. etwa 50mm) also auf 250mm, beim Einfedern von 250mm um 150 auf 100mm steigt dann der Druck auf 2,5 bar. Das ist vermutlich der Grund warum man mit dem Luftpolster nicht unter den Federweg gehen soll, damit der Druck und damit die Last auf die Simmeringe (und damit wiederrum Lebensdauer und Ansprechverhalten) nicht übermässig steigen (respektive natürlich sinken!)
Bei 100mm Luftpolster geht z.B. der Druck unter gleichen Annahmen schon auf 4 bar hoch, gehen wir auf 80mm steigt der Druck schon auf 6 bar, bei 60mm gar auf 16!! Darunter geht gar nicht und das berücksichtigt nicht die steigende Progression durch weiter eintauchende Gabelfedern (ich habe eine Gabelfeder mit etwa 780g und damit 100ml Volumen angenommen und postuliert, dass sie ausgefedert etwa halb eingetaucht ist. Mit steigendem Ölstand taucht die Feder immer weiter ein, so dass es eigentlich mit einem Luftpolster von 100mm gerade noch so funktioniert, damit ist 130 etwas wenig - gar nicht funktionieren sollte es aber dennoch nicht!

Wir werden sehen!

Ganz klar ist mir der praktische Zusammenhang zwischen Gabelölviskosität und Gabelölmenge aber immer noch nicht...

Wenn ich vermeiden möchte, dass meine Gabel beim Bremsen soweit eintaucht, dass der Federweg komplett aufgebraucht ist, sie also beim Bremsen mit Bodenwelle auf Block geht, erhöhe ich dann die Viskosität oder reduiziere das Luftpolster?! - Die Logik sagt Luftpolster reduzieren weil mit höherer Viskosität nur die Einfedergeschwindigkeit, nicht aber der Weg sinkt...

Spannend! Habe Wilbers 641 mit Längenverstellung und progressive Gabelfedern geordert und werde berichten!
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#17
Das eine ist die Theorie, daß andere durch praktische Versuche entstandene Erkenntnis. Wir wissen auch nicht, wie Winni Scheibe das gemeint hat. Wink


Was ich Dir aber sicher sagen kann, ist, daß wenn das LuPo nach WHB eingestellt wird, hast Du nur noch 105mm Federweg. Damit fliegt mir bei schlechtem Untergrund fast der Lenker aus der Hand. Dafür sinkt die Gabel beim harten Bremsen nicht so weit ein (womit auch Deine letzte Frage nach Viskosität oder Volumen beantwortet ist).

Irgendwo dazwischen wird jeder nach eigenem Geschmack das LuPo einstellen. Ich für meinen Teil möchte auf die 150mm nicht verzichten, auch weil die Asphaltgüte hier stark nachgelassen hat ("in einem Land, in dem wir gut und gerne leben" Rolleyes ). Ich müsste nachsehen, wieviel mein LuPo beträgt, aber ich habe jeweils 500ml Öl in die Holme eingefüllt. Manche fahren mit 550ml und sind zufrieden. Nach meiner Meinung sind die im WHB angegebenen 680ml falsch, weil statt der 150mm nur, wie gesagt, 105mm Federweg erreicht werden.
Wenn Du progressive Federn bei Hyperpro bestellst, rät man Dir zu 500ml Gabelöl pro Holm.

Federrate original ist 8N/mm.

Einstellen tun hier alle bei herunter geschobenem Standrohr. Also eingefedert. Anders macht es ja auch keinen Sinn, weil Du dann noch mehr Öl einfüllen müsstest. Hast Du ein WHB?


Bin gespannt auf dein 641. Wobei ich mir die Reaktion schon vorstellen kann. Du wirst erfreut darüber sein. Es ist immer das selbe. Leute vergleichen ein neues Wilbers mit einem Sachs-Boge, an dem noch nie das Öl gewechselt wurde und der Druck 7 bar beträgt. Kein Wunder, daß alle behaupten, Wilbers wäre viiel besser als Sachs. Blödsinn.

Und dann bin ich noch gespannt, was auf dem Beipackzettel Deiner Gabelfedern für das Luftpolster steht. Ich wette, es sind immer noch 130mm. Rolleyes
Grüße Georgios

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#18
Danke!
LuPo ist immer noch mit 130 angegeben, das weiß ich jetzt schon... (andererseits geben die dafür nur 500ml an..:
WHB hab ich und gibt 680ml an, andererseits aber auch 180mm LuPo...?!

Mein Federbein ist zwar 13 Jahre alt, war aber mit 13tkm nicht sonderlich ausgelutscht und ist ok... - Druck mag fehlen (an das Ventil kommt man ähnlich gut wie an die Federvorspannung) aber das ist nicht der Punkt.

Mich stört die mangelnde Boden- und Schräglagenfreiheit und auch ein gutes originales Federbein kann die einstellbare Performance eines gut abgestimmten einstellbaren nicht annähernd erreichen. (Ich glaube auch, dass der mangelnde Druck die Feder weniger unterstützt, es mangelt mir aber nicht an Vorspannung oder Federkraft sondern Dämpfung und dass das Aufschäumen nur bei 15 bar und nicht bei 10 bar verhindert wird mag ich nicht ganz glauben...
Wir werden sehen

Ich hoffe ich werde mich freuen und begeistert sein, aber ohne Groll auf das Serienfederbein

Ich hoffe ich werde mich freuen und begeistert sein, aber mit Sicherheit ohne Groll auf das Serienfederbein! (War es mir einfach jetzt nicht wert, da Zeit und Geld für ein zweifelhaftes Ergebnis auszugeben - dann lieber gleich ganz und richtig!)
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#19
Bin jedenfalls gespannt und wünsche Dir, daß Du damit zufrieden bist. Wenn das 641 high-und lowspeed-Druckstufe hat, wie ich in Erinnerung habe, ist das ja schonmal ein großer Vorteil. In Kombination mit der Höhenverstellung müsstest Du ja dann nach Deinen Wünschen justieren können.

Ich bräuchte dann noch die Hydraulik, weil ich 40% mit Sozia fahre.

Was mich an Wilbers stört, ist, daß sie Emulsionsdämpfer bauen und ihre Hydraulik nur 8mm statt der versprochenen 10mm Hub hat. Aber dafür gibt es ja Tractive Suspensions. Blush  Nur passt die Hydraulik leider nicht. Jedenfalls noch nicht.
Grüße Georgios

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#20
Arsch hoch soweit es geht und alleine tragbar ist, zu zweit dann die Druckstufe einen Ticken mehr zu und das was die Fuhre statisch mehr einsackt kompensiert gerade das, was du zu zweit auch etwas gediegener unterwegs sein willst... - ich zumindest fahre zu zweit eher selten auf der vorletzten Rille und damit passt das!
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