Kupplung rutscht
#51
Danke für die Fotos.

Ich fand den Mechanismus schon immer unnötig (für meine Fahrweise) und ein möglicher Störfaktor. Kann man das nicht irgendwie weglassen?
Grüße Georgios

"Absorb what is useful, discard what is useless, add what is uniquely your own."

"It's a shame that stupidity can't be converted into a usable energy source."

"I would rather be on my motorcycle thinking about God than in church thinking about my motorcycle."
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#52
Hallo zusammen,
ich muss das Thema Kupplungsrutschen wieder aufgreifen, da es mich jetzt auch trifft. Seid geraumer Zeit rutscht meine Kupplung im 3. Gang beim voll Beschleunigen zwischen 6000-7000 U/min. Ab 7000 greift sie wieder.
Ich tippe auch auf die Servokupplung, die in diesem Artikel schon beschrieben wurde. Bin aber nicht 100% sicher. Ich hab vor 2 Jahren auf Hydraulische Kupplung umgebaut und bin nicht sicher ob das einen Einfluss darauf hat. Ich hab die Originalteile bei Suzuki bestellt mit der anderen Druckstange. Die Kupplug kommt seid dem Umbau ziemlich spät. Da man an der Hydraulik nichts verstellen kann wäre mein Gedanke noch, dass die Druckstange eventuell ein paar zehntel mm zu lange sein könnte und die Kupplung nicht vollkommen einrücken lässt. Dagegen spricht aber, dass sie zuerst greift, dann rutscht und dann wieder greift. Daher mein Verdacht auf Verschleiss der Servokupplung.
Für Tipps und Anregungen bin ich dankbar.
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#53
Moin, 
auch wenn ich meine Raptor letztes Jahr verkauft habe, will ich mich hier mal einklinken. Und ja, ich bereue den Verkauf immer noch aber is nun so. 

Zur Kupplung: Ich hatte das Problem ja auch eine Zeit lang wie von dir beschrieben. Wie habe ich es gelöst und woran hats gelegen?

Die Kupplung besitzt diesen für seine Zeit fortschrittlichen Drehmomentwandler. Ich nenne es mal so. Zwei verzahnte Elemente greifen bei ordentlich Vortrieb ineinander, erhöhen den Druck auf die Kupplunsfedern und schließen die Kupplung vollständig. Dieser Mechanismus nutzt sich über die Zeit ab und kann dann nicht mehr sauber gleichmäßig ineinander arbeiten sondern verkantet leicht und arbeitet ruckartig. Daher erst rutschen und dann mit einem Mal richtig Schub XD 
Dieses Teile würde ich mal ausbauen und von Hand ineinander bewegen. Dabei merkt man gut ob noch alles schick ist. Oder man sieht ob schon Abnutzung vorhanden ist. Leider teuer, aber ich habe es auch getauscht. 

Weitere Verdächtige? Kupplungskorb. Schau dir innen und außen an. Sind schon starke Spuren von Reibbelagen außen und /oder Stahlscheiben innen zu sehen? An diesen können sich die Beläge nach dem Öffnen leicht verhaken und schließen erst wenns rappelt. 
Ausbauen, bei geringen Spuren sauber mit kleiner Feile glätten. Bei mehr Verschleiß, tauschen! Leider wieder teuer. 

Ansonsten auch möglich, aber selten, Federn platt oder Beläge so richtig im Eimer. 

Da du ne Hymec oder ähnliches verbaut hast, fällt der Schneckenmechanismus links unten aus. Der ist gerne mal trocken sandig oder anderweitig nicht gesund. 

Gerne berichten ob eine meiner Ideen zum Ziel geführt haben oder ob es was anderes war. Ich lerne ja gerne. Auch ohne Raptor :( 

VG
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#54
Das wird Dir vielleicht nicht groß weiterhelfen, aber vielleicht solltest Du zunächst die Reib-und Stahlscheiben ansehen und auch die Federn.
Grüße Georgios

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#55
(21.02.2021, 00:45)Pizzaofen schrieb: Moin, 
auch wenn ich meine Raptor letztes Jahr verkauft habe, will ich mich hier mal einklinken. Und ja, ich bereue den Verkauf immer noch aber is nun so. 

Zur Kupplung: Ich hatte das Problem ja auch eine Zeit lang wie von dir beschrieben. Wie habe ich es gelöst und woran hats gelegen?

Die Kupplung besitzt diesen für seine Zeit fortschrittlichen Drehmomentwandler. Ich nenne es mal so. Zwei verzahnte Elemente greifen bei ordentlich Vortrieb ineinander, erhöhen den Druck auf die Kupplunsfedern und schließen die Kupplung vollständig. Dieser Mechanismus nutzt sich über die Zeit ab und kann dann nicht mehr sauber gleichmäßig ineinander arbeiten sondern verkantet leicht und arbeitet ruckartig. Daher erst rutschen und dann mit einem Mal richtig Schub XD 
Dieses Teile würde ich mal ausbauen und von Hand ineinander bewegen. Dabei merkt man gut ob noch alles schick ist. Oder man sieht ob schon Abnutzung vorhanden ist. Leider teuer, aber ich habe es auch getauscht. 

Weitere Verdächtige? Kupplungskorb. Schau dir innen und außen an. Sind schon starke Spuren von Reibbelagen außen und /oder Stahlscheiben innen zu sehen? An diesen können sich die Beläge nach dem Öffnen leicht verhaken und schließen erst wenns rappelt. 
Ausbauen, bei geringen Spuren sauber mit kleiner Feile glätten. Bei mehr Verschleiß, tauschen! Leider wieder teuer. 

Ansonsten auch möglich, aber selten, Federn platt oder Beläge so richtig im Eimer. 

Da du ne Hymec oder ähnliches verbaut hast, fällt der Schneckenmechanismus links unten aus. Der ist gerne mal trocken sandig oder anderweitig nicht gesund. 

Gerne berichten ob eine meiner Ideen zum Ziel geführt haben oder ob es was anderes war. Ich lerne ja gerne. Auch ohne Raptor :( 

VG
Danke für die schnelle Antwort und deine Beschreibung. Ich tippe sehr stark auf die Servokoupplung, da es genau so abläuft wie du es beschrieben hast. Kurzes Durchrutschen bei ca. 6000 U/min dann merkt man wie die Kupplung plötzlich anfängt wieder zu greifen. Das deutet doch stark auf die Servokupplung hin. Ich werde die Teile bestellen und einbauen und mir parallel Federn Beläge und Reibscheiben anschauen. Dann werde ich berichten ob das die Ursache war.
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#56
Servokupplung? Wir reden aber schon beide von den Teilen auf der ersten Seite dieses Threads? Da habe ich ein paar Bilder der besagten Geschichte gepostet. 

Wie gesagt, nicht ganz billig, also lieber erst mal angucken und dann weiter sehen.

Vg
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#57
Ja, genau die Teile Nr. 5 bei der Kupplungszeichnung. Im Suzukikatalog als Servokupplung bezeichnet.

Wie in deinem Bild zu sehen.


Angehängte Dateien Thumbnail(s)
   
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#58
Wusste nicht dass Suzuki das so betitelt. Aber ja. Das meine ich. Lieber erst prüfen. Außer du hast zu viel Geld. Dann erst prüfen und das überschüssige Money an meine Adresse ^^

Wie viele km hat dein Dino auf der Uhr? 

Vg
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#59
Ich habe eine Navigator, da der Motor aber der Gleiche wie in der Raptor ist dürfte das auch das gleiche Problem sein. Km hat sie 52000. Mein Motor ist etwas leistungsgesteigert und bringt ca 120 Ps.
Ich will die Kupplung nicht auseinander nehmen ohne Ersatzteile parat zu haben, sonst muss ich das eventuell so wieder zusammen bauen.
Aber du hast nicht unrecht. Ich sollte vielleicht doch erst mal rein schauen wie die Teile aussehen und dann Ersatz bestellen.
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#60
Joup. Meine bei der Navi ist nur die Cdi anders. Aber dazu können dir andere mehr sagen. 

Bei der Laufleistung wäre es aber durchaus möglich. Bei meiner Raptor würde ich tippen war es so um 60.000.

Wenn du nicht für Arbeit und Co auf die Kiste angewiesen bist, würde ich wirklich erst zerlegen und ansehen. Können eben auch Spuren im Kupplungskorb sein, die solch ein Problem verursachen. Ich meine, wenn du eh alles auseinander hast, ist es Abwägungssache ob du gleich alle Teile täuscht, die Verschleiß unterliegen. Ist eben eine Kostenfrage. Und wie gerne du schraubst ;)
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#61
Hab heute mal die Kupplung geöffnet, die Reibscheiben und Beläge sehen eigentlich gut aus, keine Riefen oder abgeschliffene Beläge. Was mir auffiel war, dass die Reibscheiben mit der scharfen Kante nach aussen gerichtet eingebaut waren. In einem Youtubevideo wurde es andersrum beschrieben.
Hab mir jetzt mal verstärkte Federn bestellt und werde die Einbauen. Mal sehen ob das hilft.
Hat jemand die Werte ab wo die Beläge verschlissen sind, dann könnte ich nachmessen und gegebenenfalls neue einbauen.
Generell geht das einfach. Auf dem Seitenständer läuft kein Öl aus wenn man den Deckel öffnet. Die Kupplung mit den 6 Schrauben ist schnell zerlegt. Da ich keinen Schlüssel besitze um den Kupplungskorb zu fixieren konnte ich die Mutter nicht öffnen um den Drehmomentwandler zu prüfen, da muss ich mir was einfallen lassen.
Ich werde weiter berichten.
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#62
Hast Du das WHB? Da stehen die Werte drin.
Grüße Georgios

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#63
Ja hab ich, danke für den Tip, da schau ich nach.

Sind das die Werte?    
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#64
Die Mutter vom Kupplungskorb ist in der Regel mit einer Sicherungsscheibe fixiert. Diese muss man aufbiegen. Die Mutter selbst ist sollte mit relativ wenig Drehmoment fest sein. Entweder Schlagschrauber oder, so mache ich es, eine Knarre auf die Mutter und mit einer anderen Knarre wenige Male beherzt gegen den Griff der ersten schlagen. Klingt erstmal laienhaft (und ist es auch) hat bis jetzt aber immer zum Ziel geführt und dabei kein Material beschädigt.
Fest geht's über das gleiche Prinzip. Das erforderliche Drehmoment ist relativ schnell erreicht und die Mutter wird eh wieder über eine neue Sicherungsscheibe fixiert. Würde die Servokupplung an deiner Stelle definitiv ausbauen und begutachten. Jetzt ist einmal alles offen. Sonst fängst du bald wieder an. 

Verstärkte Federn sind normalerweise nicht notwendig und machen nur die Kupplung schwergängig.
Hatte ich am Raptor auch verbaut, geht schon strammer zur Sache am Hebel.
Wenn an der Kupplung alles arbeitet wie es soll, sind die Standardfedern ausreichend. 


Vg Jonas
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#65
Ich habe mir jetzt bei Amazon ein Kupplungshaltewerkzeug bestellt.
https://www.amazon.de/gp/product/B07K42H...UTF8&psc=1

16,95.- inklusive Versand.

Bevor ich den Kopplungskorb versaue gebe ich lieber ein paar Kreutzer aus und das Teil ist ja individuell einsetzbar.
Die Hydraulische Kupplung funktioniert prima, die will ich nicht missen, und den Freilauf habe ich geprüft, da funktioniert alles.
Die Federn sind 10% Härter, das sollte für die Hydraulik kein Problem sein denn sie geht so leicht, dass sie mit einem Finger problemlos zu bedienen ist.
Ich werde jetzt mal Federn und Beläge messen ob die über der Verrschleissgrenze liegen und dann entsprechend neue Teile einbauen.
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#66
(22.02.2021, 01:08)ducwolobo schrieb: Ja hab ich, danke für den Tip, da schau ich nach.

Sind das die Werte?

Ja, die habe ich auch gefunden.
Grüße Georgios

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#67
Heute sind die verstärkten Kupplungsfedern gekommen und ich hab sie eingebaut. Die Lamellen habe ich gemessen und sie haben fast die 3,3 mm die im WHB angegeben sind. Ich hab nur ne gewöhnliche Schieblehre, daher kann ich keine genauere Messung abliefern. Die Werte der Federn wie sie im WHB angegeben sind stimmen bei weitem nicht. Die neuen Federn sind gut 3 mm länger wie die Alten. Ich denke die Alten sind schon etwas ausgelutscht gewesen. Donnerstag gehts in den Schwarzwald, dann kann ich mal testen ob die Federn was gebracht haben. Die Kupplung geht auf alle Fäle etwas schwerer zu ziehen, durch die Hydraulik aber doch noch im angenehmen Bereich.
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#68
Vielleicht solltest Du zusätzlich noch die originalen Federn besorgen. In den Schwarzwald? Zu Corona Zeiten? Wo übernachtet man da?
Grüße Georgios

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#69
(23.02.2021, 23:01)Georgios schrieb: Vielleicht solltest Du zusätzlich noch die originalen Federn besorgen. In den Schwarzwald? Zu Corona Zeiten? Wo übernachtet man da?
Man übernachtet im Schlafsack am Lagerfeuer  Floet
Spass beiseite, ich wohne in Stuttgart, in 30 Minuten bin ich im Nordschwarzwald und dann gehts runter bis in den Südschwarzwald und wieder zurück. Dann kommen schon mal 500km am Tag zusammen.
Das mit den Originalfedern hab ich auch schon überlegt. Jetzt teste ich mal und dann schau ich, die 12 Euro für ein paar Federn sollten kein Hinderniss sein.
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#70
Heute eine schöne Schwarzwaldtour gemacht und die Kupplung ordentlich belastet. Kein durchrutschen mehr mit den stärkeren Federn. X_023 
Irgendwie auch besser zu dosieren als mit den alten Federn.
Die 12.- Euro waren eine gute Investition.  X_090
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#71
X_083

Dann dürfte die Servokupplung nicht betroffen sein, oder? Nicht, daß die stärkeren Federn den Verschleiß überlagern und es dann nur etwas später zurückkommt.

Aber Ausbauen und Testen ist zu aufwändig, wenn jetzt alles funktioniert.
Grüße Georgios

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#72
Würde ich auch sagen. Vor allem wenn der Motor jetzt schon wieder zusammen ist. 
Sollte das Problem wieder auftauchen, muss man halt gucken ob es doch das Servo Dingenskirchen ist. 

Schön zu hören dass die Bude wieder fliegt.
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#73
Genau so sehe ich das auch. Bin froh, dass ich vorerst die 120.- Euro für die Servokupplung gespart habe.
Nochmals danke für die Hilfe und Unterstützung.
Ich stelle immer wieder fest, dass so ein Forum unglaubliche "Schätze" an Erfahrungen birgt die einem die Fehersuche sehr erleichtern.
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