Welches Diagnosegerät?
#1
Hallo Leute,
seit ich die GC im April zugelassen habe, war immer schon dieses Patschen in die Airbox da. Als es noch kühler war, war es noch erträglich. Jetzt wo es wärmer wird, hat es deutlich zugenommen. Sie geht auch teilweise aus an der Ampel. Es nervt jetzt richtig.Ventile sind eingestellt, Drosselklappen synchronisiert. Bleibt eigentlich nur Drosselklappenpoti.
Den Temperatursensor am liegende hab ich auch mal testweise abgezogen - keine Änderung.


Gestern war ich dann bei einer freien Werkstatt, die auch viel Ducati macht. Die haben ein modernes Diagnosegerät (Texa). Damit hätte men den Fehlerspeicher rücksetzten können (keine da) aber nicht den Poti kalibrieren/nullen.
Frage: kann mir bitte jemand sagen, welche Typ Diagnosegerät man braucht? z.b. Mathesis? geht etwas mit dem Rexxer?


Wie macht Ihr das? Cagiva-Händler gibts ja kaum mehr welche. Geht Ihr zum Duc-Händler? Was benutzt der dann für ein Gerät?
Wer weiss etwas?
Grüsse
Heiko
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#2
mit dem standard ducati tester geht man über die st2 rein...

aber mal ne dumme frage wie den potinullen? der wird doch per hand bzw kleinem plastikschraubenzieher eingestellt oder nicht?

mfg
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#3
Am Diagnosestecker kan man zwei Kontakte überbrücken dann springt die Anzeige im Cockpit um. Anhand der Anzeige
stellt der Wissende dann das Drosselklappenpoti ein.
Leider gehöre ich nicht zu den Wissenden und trau mich da nicht selber dran! Ich habe das aber aus der Ferne schon gesehen.
Aber VORSICHT beim überbrücken der Kontakte angeblich darf dabei kein Kontakt zur Masse entstehen!
Hier im Forum gibt es meines Wissens schon detailierte Berichte dazu.

Gruß Olaf
Wer vor der Kurve nicht bremst war auf der Geraden nicht schnell!
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#4
hi,

das geht bei nem ducmotor meines wissens nach nicht...

welche anzeige im cockpit denn?

da gibt es bei der granny nix wie fehler oder sowas...

mfg
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#5
Hallo Larry und Olaf,
danke für die Antworten.
@Larry: das Poti in der ECU meine ich nicht. Das müsste für die CO-Einstellung sein. Ich meinte das Drosselklappenpoti, dessen Ausgangswert über die ECU kalibriert wird.
Welches ist das Standard-Diagnosegerät das Du meinst? das Mathesis?

Geht Ihr zum Ducati-oder zum Cagivahändler?
@Olaf: das mit dem Tacho habe ich bei anderen Maschinen auch schon gehört. Aber bei der GC kann ich mir das nicht so recht vorstellen da kein Display vorhanden ist. Bezieht sich Deine Aussage auf die GC? Weisst Du welche Kontakte das sind? Der Diagnosestecker hat ja nur drei Kontakte.
Bin für alle weiteren Infos und Licht im Dunkel dankbar.
Grüsse
Heiko
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#6
Schau mal da:

http://duc-forum.de/thread.php?postid=626265
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#7
Hallo Kandy,
danke Dir.
Hab auch noch etwas zu Diagnosegerät 'DIY' gefunden:
http://www.ducteile.de/home/obd-onboarddiagnose.html
Ob man damit an die ECU der Granny kommt, weiss ich noch nicht. Mal sehen.
Weiss jemand hier den Typ/Bezeichnung der ECU? Hab meine gerade nicht zur Hand. Marelli ist schon mal klar...
Grüsse
Heiko
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#8
Hallo ducrulez

Sorry, was ich geschrieben habe gilt scheinbar leider nur für die Navi. ;(
Ich dachte das das bei der GC genauso ist. Die Navi hat unter der Sitzbank einen Diagnosestecker mit ner ganzen Menge Kontakten. Mein ehemaliger MV u. Cagivahändler hat da ein Diagnosegerät zum Einstellen angeschlossen, das er sich mit mehreren Händlern geteilt hat (wg. Kosten einsparen).
Soweit ich weis war das kein orginales, ich kann ja mal fragen wie die genaue Bezeichnung ist, falls die Navifahrer im Forum interessiert.

Gruß Olaf :diener
Wer vor der Kurve nicht bremst war auf der Geraden nicht schnell!
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#9
Hallo Olaf,
kein Problem nicht. Die Navi hat mit Sicherheit ein ganz anderes Steuergerät. Somit treffen die Infos für Diagnosegerät nicht auf die GCs zu. Trotzdem Danke.
Das Steuergerät ist ein Marelli IAW 1.6M. Der ganze Kram ist wohl am ehesten vergleichbar mit den Teilen der ST2. Soviel hab ich gefunden.
Mir deucht die heutigen Diagnosegeräte kommen an diese 'alten' Rechner kaum ran. Sind ja noch mit EPROM usw.
Hier scheint sich jemand damit beschäftigt zu haben:
http://christian.giupponi.free.fr/HELP/SCAN_ST.HTM
Fehler auslesen kann man wohl aber hab bisher noch nix gefunden um über die ECU den Drosselklappenpoti zu nullen. Vielleicht gehts doch nur mit Verdrehen und Spannung messen? Weiss jemand, wie man da am besten vorgeht? Ein paar mV-Werte hab ich gefunden aber eine konkrete Anleitung o.ä. nicht.
Tja, mal sehen was sich noch herausfinden lässt.

Cheers
Heiko
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#10
st2 916 rechner ist der 1.6m

den link vom kandy is doch ganz gut beschrieben wie des geht...

mfg
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#11
Hallo Heiko,
mit dem Interface wie bei ducteile.de beschrieben und der Software von Christian GIUPPONI sollte auch die Justierung bzw. Prüfung der Einstellung des Drosselklappenpoti möglich sein. Im Programm ScanST zeigt der Wert „Angle Gaz (deg)“ den Öffnungswinkel der Drosselklappe. 0 Grad (also komplett geschlossene Drosselklappen mit Spiel zwischen Drosselklappenanschlagschraube und Drosselhebel) entspricht wohl 150mV. Die kann man mit einem Multimeter an den entsprechenden Pins auch messen. Anleitungen und Informationen gibt es zum Beispiel auf den folgenden Seiten, wenn auch eher grundsätzlich oder für andere Moppeds und nicht speziell für die Gran Canyon, aber in der Art muss die Einstellung auch sein:
http://www.endless-horizons.net/efi/efi.htm
http://www.bikeboy.org/ducati2vthrottleb.html
Und hier gibt es noch ein Video zu ScanST in Verbindung mit der Gran Canyon: http://www.youtube.com/watch?v=5X4vtrhiJ9k
Eine Justierung des Drosselklappenpoti soll und kann sinnvoll übrigens nur in Verbindung mit Drosselklappensynchronisation, CO und Leerlaufeinstellung erfolgen.
Diese Einstellungen wollte ich bei meiner Gran Canyon auch schon machen (Interface; Verbindungskabel mit Stecker habe ich schon), bin aber noch nicht dazu gekommen, weil ich noch ein paar andere Baustellen an der Maschine habe (Kraftstoffverlust, Steckverbindung Regler/Generator verschmort usw.), die Priorität haben. Irgendwann will ich auch fahren.
Da dies mein erster Beitrag hier im Forum ist, noch eine kurze Vorstellung. Ich habe erst relativ spät mit ca. 40 Jahren den 1er gemacht und habe mit einer XBR 500S angefangen. Ich bin dann allerdings etliche Jahre kaum noch zum Fahren gekommen. Ende 2009 habe ich mir gesagt, entweder ich nehme jetzt ich noch mal einen Anlauf zum Moppedfahren oder ich lass es ganz bleiben, und weil mir die Maschine schon immer gefallen hat, sollte der Anlauf mit einer Gran Canyon sein. Seit Frühling 2010 bin ich nun zufriedener Besitzer und Fahrer einer silber-blauen. Im Forum lese ich schon seit Herbst 2009 mit.
Gruß Manfred
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#12
Wie mans nimmt.Ich finde es nicht ganz klar.
In dem Fred gehts um eine S4R. An anderen Stellen im Netzt werden andere Spannungswerte genannt.
Und vom verdrehen des Potis ist seltsamerweise keine Rede.
Was mir auch noch nicht einleuchtet: wenn die Drosselklappe einfach so eingestellt wird, dass ein bestimmter Spannungswert anliegt, hat sie sich auch entsprechend geöffnet. Somit wird auch die Leerlaufdrehzahl beeinflusst.

Hast Du es schon mal gemacht?
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#13
Hallo Manfred,
mein obiger Post war an Larry gerichtet. Wir haben wohl fast gleichzeitig geschrieben.
Deine Links werde ich mir gleich mal ansehen. Und scheinbar verstehst Du etwas besser Französisch :)
Das meiste kann ich mir dort noch zusammenreimen aber 'Angle gaz' hätte ich nicht sofort als solches erkannt. Aber die Sache mit dem Interface ausprobieren wollte ich in jedem Fall. OBD-Kabel hab ich schon bestellt.
Ich bin übrigens nicht mehr ganz so sicher, dass es nur die Justierung des TPS ist. Es hat sich in den letzten Tagen deutlich und rapide verschlechtert. Jetzt patscht Sie auch weiter oben rum und nicht nur im Standgas. Ruckelt auch stark im Teillastbereich. Vielleicht ist das ganze Poti defekt oder etwas ganz anderes stimmt nicht. Ich werde morgen wohl mit dem Auto fahren :wacko:
Jetzt, wo ich dachte, alles fertig kommt wieder so ein Mist. Und es kann eigentlich alles mögliche an der Elektrik sein. Hab langsam etwas Frust....
Cheers
Heiko
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#14
Hallo Heiko,
mit der französischen Sprache habe ich es auch nicht so, aber mit babelfisch und einem gewissen KFZ-Technischen Grundwissen kann ich eine Vorstellung vom geschriebenen gewinnen. Beim Arbeiten mit dem Programm ScanST oder einer anderen Software ist der Spannungswert nicht wichtig, da ja der Drosselklappenwinkel, den der Drosselklappenpoti ausgibt, angezeigt wird (das Programm "übersetzt" die Spannungswerte). Der entscheidende Punkt ist dass der Drosselklappenpoti (DKP) zur Stellung der Drosselklappen eingestellt werden muss und nicht umgekehrt, und die Grundeinstellung bzw. Ausrichtung des DKP bei völlig geschlossenen DK erfolgen muss, also 0 Grad Drosselklappenwinkel. Nach dieser Grundeinstellung des DKP wird mit den Drosselklappennanschlaugschrauben ein Grundleerlauf eingestellt, mit der Synchronschraube zwischen den Drosselklappen der synchrone Luftdurchsatz bei höheren Drehzahlen und mit den Umluftschrauben der synchrone Leerlauf. Zumindest habe ich das so aus den verschiedenen Quellen verstanden. Der Drosselklappenwinkel ist bei dieser Einspritzanlage neben der Drehzahl die Hauptgrundgröße für die Berechnung der einzuspritzenden Kraftstoffmenge. Eine falsche Einstellung des DKP hat also schon erheblichen Einfluß auf das Laufverhalten über den ganzen Drehzahlbereich, aber soweit ich das mitverfolgen konnte, sind diese Potis nicht besonders anfällig. Ein Grund für Fehlverhalten dürfte normalerweise eher am Verschleiß des Drosselklappengehäuses liegen. Aber, wie Du richtig schreibst, es kann noch andere Ursachen geben. Von Falschluft bis zu undichten Ventilen ist da vieles möglich. Welche Prüfungen oder Diagnosen hat den die Werkstatt durchgeführt oder gestellt? Also neben dem Fehlerspeicherauslesen.
Reif fürs Bett
Manfred
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#15
Hallo Manni,
Deine Erläuterungen und die Links sind sehr informativ und hilfreich. Vor allem auch die Abfolge der Arbeitsschritte. Ich muss aber erst mal alle Links und Infos durchforsten. Auch meine eigenen Funde. Hab noch keine Zeit gehabt für intensive Lektüre.
Die Werkstatt bei der ich war, hat keine Diagnose gestellt. Das war auch nicht die gestellte Aufgabe. Wir haben nur versucht, eine Verbindung aufzubauen und eventuell die die TPS zu nullen. Das hat nicht geklappt.
Zwischenzeitlich bezweifle ich die Ursache TPS etwas. Diese rapide Verschlechterung macht mich stutzig. So schnell verstellt oder verschleisst glaub kein TPS. Im Moment habe ich Dinge wie Spannungsprobleme allgemein bzw. an bestimmten Komponenten oder Benzindruck im Verdacht.
Wie gesagt, erst mal Zeit finden und schlau machen - dann Testen und die ganzen beteiligten Komponenten untersuchen. Bin gespannt wie lange ich suchen werde 8|

Grüsse
Heiko
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#16
Hallo Heiko!

ich weiß ja nicht ob Du Dein Problem schon lösen konntest?!

Auslesen kannst Du das System mit einem VDSTS-Diagnoseprogramm! auch ist es so möglich den TPS zu nullen!

Ein Lösungsversuch wie im Duc-Forum beschrieben ist nicht möglich, da die 4-Ventil-Motoren von Ducati zwar den selben Rechner besitzen, jedoch eine völlig andere Einspritzbrücke und andere Potis haben!
Was Du brauchst ist ein Diagnosesystem welches einen Drosselklappenwinkel anzeigt!!
Hier sollte der Wert ungefähr 2,7 C° betragen bei voll geschlossenen Drosselklappen!
Allerdings würde ich bei Deinem Problem auf einen nicht korrekt funktionierenden Öltemperaturfühler tippen!! Übrigens durch abziehen des gleichen machst Du nichts besser!!!
Was man versuchen kann:
Besorge
dir einen Wiederstand, ca 3000 ohm/1watt
(Elektronik-Laden/Conrad).
Der kostet so gut wie nichts.
Brücke mit diesem die
beiden Anschlüsse am ankommenden Stecker des Sensors, damit gaukelst du der
ECU(Rechner )eine Öltemperatur von ca 25 Grad vor.

Sollte sie dann laufen ist der eingeschraubte Sensor
defekt.

Noch
ein kleiner Tip,häng mal vor den Lufttemperatursensor versuchsweise einen

500Ohm - Wiederstand und fahr mal mit dem Möppi.

Normaler Weise geht sie dann noch etwas besser.
Durch
den Wiederstand erhöht sich der gemessene Wert des Sensors und das Gemisch wird
etwas angereichert.
Das tut ihr normaler Weise gut weil die 900ies gerne
abmagern.



Bin gespannt ob sich was tut?!

Gruß der Carsten
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