Sensor Motortemperatur WTS/09

#1
Ich hatte in letzter Zeit Probleme das meine Grany im warmen Zustand sehr schlecht ansprang. Es lag am Motortemperatur Sensor. Bei Raumtemperatur war alles okay. Der Sensor hatte einen Widerstand von ca. 4K. Bei 40 Grad sprang der Widerstand zwischen 1K und 7K hin und her. Dieser Fehler soll angeblich öfter vorkommen, da der Sensor eigendlich ein Sensor für Kühlmitteltemperatur ist und auch nur bis 125 Grad geht. Ist dieser Fehler hier bekannt?
Gruß Wolfgang
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#2
Moin,
ich habe bisher nichts in der Richtung gehört. Der Sensor ist ja Millionenfach in diversen PKW verbaut worden.
Ein Tip. Ich habe einen Alternativsensor mit einer anderen Kennlinie verbaut: https://www.conrad.de/de/p/ab-elektronik...f=detview1
Hier der Hintergrundbericht Wieso und Weshalb: http://blog.monstermania.de/?x=entry:entry150417-121119
Läuft seit vielen Jahren vollkommen problemlos.

Gruß
Dirk
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#3
Hallo,

zu meinem Verständnis: Ist das der Sensor im Ventildeckel des vorderen Einlaßventils?

GRüße, Gerhard
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#4
@gerhardmillegt
Ja, genau!
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#5
(30.07.2019, 09:54)monstermania schrieb: Moin,
ich habe bisher nichts in der Richtung gehört. Der Sensor ist ja Millionenfach in diversen PKW verbaut worden.
Ein Tip. Ich habe einen Alternativsensor mit einer anderen Kennlinie verbaut: https://www.conrad.de/de/p/ab-elektronik...f=detview1
Hier der Hintergrundbericht Wieso und Weshalb: http://blog.monstermania.de/?x=entry:entry150417-121119
Läuft seit vielen Jahren vollkommen problemlos.

Gruß
Dirk

Ja der Sensor läuft in diversen PKW Modellen, aber als Kühlmitteltemperatursensor. Mit dem defekten Sensor hat meine Grany um 6 Liter verbraucht. CO-Wert beim TÜV war 3.5. Ich fahre allerdings auch recht gemütlich.
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#6
@Wolfgang_62
Ob das Medium (Öl/Kühlmittel) Auswirkung auf die Haltbarkeit des Sensors hat!? Ich kann das ehrlicherweise nicht glauben.
Eher könnte ich mir vorstellen, dass es durch die stärkeren Vibrationen am Motorrad zu einer höheren Ausfallrate kommt. Aber auch dazu habe ich bisher nichts gehört.
Und 125°C wäre auch mehr als genug! Der Sensor sitzt ja im Ventildeckel des liegenden Zylinders. Dort wirst Du kaum jemals solche Temperaturen erreichen.
Der Sensor von Conrad ist sogar bis 150°C spezifiziert.

Also 6 Liter ist schon extrem sparsam!
Bei mir ist 6l die absolut unterste Grenze, wenn ich die Granny quasi schiebe! Bei Fahrspaß gehen so zwischen 6,5 und 7 Liter durch. Im Stadverkehr/Kurzstreckenbetrtieb komme ich auch schon mal auf 8l.
Wobei ich inzwischen feststelle, dass mit steigender Außentemperatur auch der Verbrauch deutlich runter geht! Die Rücktour vom Cagiva-Treffen bei >35°C hab ich mit 6l geschafft. Per Landstraße ohne Tankstop von Stiege nach HH.
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#7
Ich bin der Meinung, dass das Öl im Kopf deutlich heißer wird. Georgios hat nach meiner Erinnerung mal von bis 300 Grad geschrieben. Bei meinen alten Luftgekühlten Motorrädern hatte ich immer 150 Grad in der Wanne.
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#8
(31.07.2019, 14:27)Wolfgang_62 schrieb: Ich bin der Meinung, dass das Öl im Kopf deutlich heißer wird. Georgios hat nach meiner Erinnerung mal von bis 300 Grad geschrieben. Bei meinen alten Luftgekühlten Motorrädern hatte ich immer 150 Grad in der Wanne.

Das mit den 300°C mag punktuell durchaus so sein (z.B. beim Ölfilm in einem Gleitlager). Aber das bedeutet ja nicht, dass der gesamte Ölvorrat oder Zylinderkopf diese Temperatur erreicht! Noch dazu schwimmt der Sensor ja nicht dauerhaft im ÖL, sondern wird nur vom Öl benetzt. Wäre mal interessant zu erfahren, warum der Sensor im ZK sitzt und nicht in der Ölwanne!?
150°C Öltemperatur in der Ölwanne sind schon ein Wort! Das ist hart an der Grenze dessen, was gerade noch tragbar ist. Lt. Castrol darf die Öltemperatur in der Ölwanne max. 160°C betragen (kurzzeitig!). Der optimale Temperaturbereich von Motoröl in der Ölwanne liegt lt. Castrol bei 100-125°C.

Die Gran Canyon leidet eh unter einer zu niedrigen Öltemperatur. Bei normalen Temperaturen ~ 20°C dauert es ewig, bis das Öl 80°C erreicht. Gibt dazu einen langen Fred hier im Forum von eetarga. Der wollte ja mal einen Kit mit Schläuchen und Thermostat anbieten. Leider ist das nie was geworden... 
Ich hab an meiner Granny einen Thermometer im Öl-Einfüllstutzen. Selbst jetzt bei ~30° zeigt mir das Teil nur rund 90°C an.
Da haben es die Mädels/Jungs bei Cagiva sehr gut gemeint mit der Dimensionierung des Ölkühlers. Der ist mindestens doppelt so groß (Fläche) wie bei den Ducati SS/Monster-Modellen, die ja den gleichen Motor verbaut haben.
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#9
An meiner Grany habe ich kein Öltermometer. Bei der Navi ist das Problem mit der Öltemperatur noch ausgeprägter. Meist liegt Sie bei 70 Grad. Bei Kälte und Regen geht Sie auch schon mal auf 35 Grad runter.
Schwer zu sagen warum der Temperatursensor kaput geht. Bei einem Bekannten war er schon zwei Mal defekt.

Gruß Wolfgang
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#10
Zitat:Die Gran Canyon leidet eh unter einer zu niedrigen Öltemperatur. Bei normalen Temperaturen ~ 20°C dauert es ewig, bis das Öl 80°C erreicht. Gibt dazu einen langen Fred hier im Forum von eetarga. Der wollte ja mal einen Kit mit Schläuchen und Thermostat anbieten. Leider ist das nie was geworden... 
Ich hab an meiner Granny einen Thermometer im Öl-Einfüllstutzen. Selbst jetzt bei ~30° zeigt mir das Teil nur rund 90°C an.
Da haben es die Mädels/Jungs bei Cagiva sehr gut gemeint mit der Dimensionierung des Ölkühlers. Der ist mindestens doppelt so groß (Fläche) wie bei den Ducati SS/Monster-Modellen, die ja den gleichen Motor verbaut haben.


Also mal ein paar Basics. Ich habe das Öl (und sonstige Punkte) bei der GC ja wohl an jedem möglichen Punkt und in jeder Situation gemessen, alleine weil ich die Wahrheit wissen wollte. Beruflich habe ich ja das Equipment im Haus...


Die Aussagen zur Temperatur von Dirk stimmen, es ist mir gelungen einmal ! die Temperatur über 100° zu bringen, ich gehe davon aus, das auch dann die Öltemperatur oben am Kopf nicht deutlich höher liegt. Messungen waren hier bei mir im +/-  Bereich von 5° zur Öltemperatur in der Ölwanne.

Logischer Schluß, das Ölkühlsystem der GC ist eine Fehlkonstruktion und völlig überdimensioniert - zumindest in Mittel- und Nordeuropa.

Deshalb die Sache mit dem von mir importierten Thermostaten.

Diese sind nach wie vor lieferbar! (von mir).

Aber eben ohne ! Verschlauchung. Und das werde ich nicht ändern.

Warum? 
a) ich habe keine Zeit bei jeder Anfrage zum Hydraulikschlauchfertiger zu rennen und das zu organisieren - ich bin teilweise wochenlang unterwegs - sowas passt nicht zu einem strukturierten und zuverlässigen Handeln

b) der Thermostat wird gewerblich von mir verkauft, mit Rechung und Haftung, ab in den Umschlag und gut - aber die gewerbliche (und nicht auszuschließende) Haftung für die Lieferung eines plug&play Kits ist im aktuellen rechtlichen Rahmen der Firma nicht darstellbar

c) die meiner Meinung nach einzige optimale Schlauchqualität ist vom möglichen Biegeradius her zwar am Markt (in Finnland), aber so wahnwitzig teuer, daß ich mir einen sinnvollen Verkauf nicht vorstellen kann. Alleine diese Schläuche schlagen mit weit über 100 Euros zu Buche, ohne (m)eine Handelspanne.

d) ich will nicht böse wirken, aber wenn ich mir den Umsatz mit GC Fahrern ansehe, dann ist dort das Verhältnis von Aufwand zu Umsatz 10=1, während die 10-fache Menge an Thermostaten irgendwie ohne jegliches Geblubber ganz einfach als "Thermostat" seinen Weg zum Kunden (und an Bikes) findet

Also sorry - dies ist mein Hobby - was ich im Gewerbe parken kann  (und muß - wg. der Verzollung), deshalb ist es so wie es ist.

In dem Sinne - alles kann (man selber verschlauchen) - nichts muß.


btw. wie man nach der Montage eines Ölthermostats den Verbrauch über die 7,5 Liter bringt (ohne Gepäck und Sozia) ist mir ein Rätsel.
Mit dem Originalmapping und damit erhöhter Öltemperatur hat sich der Verbrauch bei meiner GC hier um die 6 Liter eingependelt. (Ich habe die GC 2 * an Bekannte verliehen, da haben wir komplett auch ausgelitert).
Heilige Mutter von der gesegneten Beschleunigung, verlaß' uns jetzt nicht!
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#11
(01.08.2019, 10:24)Hallo,eetarga schrieb: Die Aussagen zur Temperatur von Dirk stimmen, es ist mir gelungen einmal ! die Temperatur über 100° zu bringen, ich gehe davon aus, das auch dann die Öltemperatur oben am Kopf nicht deutlich höher liegt. Messungen waren hier bei mir im +/-  Bereich von 5° zur Öltemperatur in der Ölwanne.

Logischer Schluß, das Ölkühlsystem der GC ist eine Fehlkonstruktion und völlig überdimensioniert - zumindest in Mittel- und Nordeuropa.
Eine einfache Lösung wäre:
Man deckt den Ölkühler ab, zumindest in Mittel- und Nordeuropa. Es sollte einer (Du, da Equippmentbesitzer?) das mal thermisch ausprobieren bei den hier auftretenden Außentemperaturen, um sagen zu können, daß es geht. Viele haben kein Thermometer an ihrer GC, und wissen somit gar nix, wie ich. Wenn man jetzt nicht ständig zwischen Mittel- und Südeuropa hin und her pendelt, hat man mit dieser Lösung auch keine Arbeit, sie ist so gut wie eine Serienlösung (die kann nämlich auch nicht mehr, nur in einem anderen Temeraturbereich), und sie ist preiswert.
Grüße, Gerhard
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#12
(01.08.2019, 10:24)eetarga schrieb: btw. wie man nach der Montage eines Ölthermostats den Verbrauch über die 7,5 Liter bringt (ohne Gepäck und Sozia) ist mir ein Rätsel. 
Mit dem Originalmapping und damit erhöhter Öltemperatur hat sich der Verbrauch bei meiner GC hier um die 6 Liter eingependelt. (Ich habe die GC 2 * an Bekannte verliehen, da haben wir komplett auch ausgelitert).

Wie ich schrub,
sind 6l bei mir die unterste Verbrauchsgrenze ( einmal im Sommer 2018 5,9l). Bei mir pendelt der Verbrauch so um 7l. Spitzenverbrauch war 9l im Oktober 2018.
Aber wie bereits geschrieben scheint das wirklich extrem von der Motortemperatur abzuhängen. Dieses Jahr hab ich schon einige Male die 6.0l geknackt obwohl ich nicht soo langsam unterwegs war!

Ich sollte wir wohl auch mal ein Thermostat zulegen. Das rechnet sich ja quasi von selbst, durch die Sprit-Einsparung.  Rolleyes
Wo kann man denn die passenden Schläuche bekommen!? Landmaschinenhandel?

Gruß
Dirk
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#13
Die Variante - abgedeckter Ölkühler ist machbar. Ich habe das damals probiert, einfach mit MCGyver abgeklebt und bin losgefahren.
Ergebnis, das Öl blieb auch unter 100°, sowohl in der Wanne, als auch die Temperatur am Sensor als auch in der Verschlauchung zum Ölkühler. Alles gut.
Außentemperatur war damals vielleicht 15° - ehrlich ich weis es nicht mehr.
Ich habe - um das auch zu erwähnen, keine Versuche mit höherer Geschwindigkeit fahren können. Wir haben hier V-max 110 km/h - ich kann also nicht sagen, wo man den GC Motor mit abgedecktem Kühler oder bei Dauervollgas auf einenr deutschen AB hinprügeln kann, keine Ahung ob dort überhaupt 120° Öltemperatur erzielbar sind.

Insbesondere - allerdings nicht gemessen - gehe ich davon aus, das Spritzwasser beim Abkleben vom Kühler dann auch jeglichen Einfluß verliert.

Aber das wäre für mich eine Lösung, da ich keinerlei km in der Stadt oder im Stau mit der GC verbracht habe - und verbringen werde.
Gleichzeitig aber für mich - entschuldige bitte - aber einfach peinlich - mit sowas fahre ich nicht rum - bestenfalls könnte ich mir eine Jalousetten-Lösung vorstellen.

Nur mal so am Rande, die meisten Thermostate laufne nun wohl in Finnland an Ducati Diavel der frühen Baujahre, die wurden auch nicht warm und
das hatte dann Einfluß auf die Motorsteuerung. Allerdings ist dort die Montage um Längen einfacher als bei der GC, da kann man den Thermostaten fast einfach waagerecht in die Linie - Blockausgang / Leitung / Ölkühler integrieren.
Heilige Mutter von der gesegneten Beschleunigung, verlaß' uns jetzt nicht!
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#14
Elbe Hydraulik ist bei Landmaschinenleuten ein guter Name, die sind ja auch in Hamburg.
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#15
Ich weiß nicht, wie ihr die Öltemp. gemessen habt, aber der Sensor sollte schon ins Öl eintauchen und nicht nur vom Spritzöl leben.

Mit 80 -100°C wäre ich komplett zufrieden. Man sagt, daß Öl mindestens 60°C haben soll, bevor der Motor belastet werden kann und das es bei 80°C optimal schmieren kann. Es ist richtig, daß gutes Öl Temperaturen um die 150°C aushalten kann, aber eben nur aushalten. Es altert dadurch auch schneller und muß früher gewechselt werden.

Höhere Temperaturen sind auch schlecht für die LiMa-Wicklungen, deren Schutzlack darunter leidet. Also ich fände 80 Grad prima.

Wenn die nicht erreichbar sind, würde ich den Kühler abdecken und ausgiebige Meßfahrten  bei unterschiedlichen Außentemperaturen und Geschwindigkeiten machen. Das das Thermometer genau anzeigen und an der richtigen Stelle plaziert sein sollte, versteht sich von selbst.

Spritzwasser verliert nach Abdecken des ÖK nicht seinen Einfluß, weil es das Motorgehäuse kühlt. Diese Tatsache wird häufig völlig unterschätzt. Das Gehäuse hat einen großen Einfluß bei der Kühlung, weshalb die Oberfläche oft relativ rauh ist (Oberflächenvergrößerung).
Motorradveredler haben beim Versuch, bei alten Boxer-BMW die Gehäuse zu polieren die Erfahrung gemacht, daß die Öltemp. dadurch anstieg.

Es werden bei der Messung der Öltemperatur die meisten Fehler gemacht. Entweder hat das Thermometer/Sensor keinen dauerhaften Kontakt zum Medium, ist am falschen Ort plaziert oder zeigt ungenau an. Um ganz sicher zu gehen, daß mein Thermometer rel. genaue Werte liefert, habe ich das heiße Öl abgelassen, direkt dort gemessen und mit dem 1 min. zuvor angezeigten Wert verglichen.
Grüße Georgios

"Absorb what is useful, discard what is useless, add what is uniquely your own."

"It's a shame that stupidity can't be converted into a usable energy source."

"I would rather be on my motorcycle thinking about God than in church thinking about my motorcycle."
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#16
Gemessen habe ich mit so ziemlich Allem was hier rumfliegt.

Eine mit Einschraubgewinde versehene Ölsiebschraube unten im Block, da haben wir einen Sensor reingeschraubt.
dito oben an der Sensorschraube am Ventildeckel - via Doppeladapter
Digitales Thermometer "kontaktlos". Hier und da....
Digitales Thermometer mit Kontaktsensorstab - via Öleinfüllöffnung.
Via Aufnahmebohrung am Thermostaten montierten mit ..., siehe 1 - und dabei oben die Verschlauchung blindgesetzt.

Ich habe dann die Sache auch nicht weiter verfolgt, da ja derjenige (first-attack/Chritian), mit dem ich dann auch an das abzuleitende neue Mapping herangehen wollte, nicht mehr im Geschäft ist. Und andere Kontakte hatte ich nicht.
Heilige Mutter von der gesegneten Beschleunigung, verlaß' uns jetzt nicht!
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#17
Du wirst sicher eines festgestellt haben. Die Temperaturen weichen an den verschiedenen Stellen voneinander ab. Es ist zwar interessant, welche Temperatur das Öl z.B. am Eingang/Ausgang des ÖK hat, aber das ist nicht die Öltemperatur.

Es gibt nur einen Punkt, wo die Messung Sinn macht und wo die Werte vergleichbar sind und das ist die Ölwanne. Und selbst dort gibt es Orte, wo man besser nicht den Sensor einschraubt. Beim Suzuki-Motor habe ich die Punkte Ölablaßschraube und Schraube unter dem Ölsieb verglichen. Es waren Unterschiede von ca. 15° meßbar, obwohl beide Punkte in der Ölwanne liegen.
Unter dem Ölsieb ist aber nicht so exponiert wie an der Ablaßschraube, wodurch der Sensor nicht so dem Fahrtwind ausgesetzt war.

Dann gibt es Leute, die meinen, es ist überhaupt nicht richtig, mit einem Sensor zu messen, dessen Gehäuse Kontakt zum gut wärmeleitenden Motorgehäuse hat, weil das die Messung verfälschen soll. Dazu gab es einige heftige Diskussionen in einem anderen Forum.

Für mich ist daher nur ein Wert von Bedeutung. Der unmittelbar im abgelassenen Öl gemessene. Zufällig stimmt der auch noch mit dem zuvor in meinem Cockpit angezeigten bis auf 1-2°C überein. Daher denke/hoffe ich, ich messe an etwa der richtigen Stelle mit dem in etwa richtigen Thermometer.

Nach der ganzen Messerei bin ich zu folgender Erkenntnis gekommen, die immer noch ausbaufähig ist. Die Messung sollte über einen ausreichend langen Zeitraum unter möglichst vielen Unterschiedlichen Bedingungen und Außentemperaturen erfolgen.

Zur Messung an sich:
Das, wenn mit verschiedenen Thermoetern/Sensoren gemessen wird, die alle gegeneinander abgeglichen werden sollten, braucht man vielleicht nicht zu erwähnen. Wenn man das nicht beachtet und dann noch die Differenzen der anderen Parametern, wie unterschiedliche Außentemperaturen (Herbst 10°C, Sommer 35°C macht einen großen Unterschied) dazukommen, ist man schnell bei einem Unterschied von 20-30°C angelangt und wundert sich.

Uff,soviel wollte ich gar nicht schreiben. Blush
Grüße Georgios

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#18
(01.08.2019, 22:42)Georgios schrieb: Ich weiß nicht, wie ihr die Öltemp. gemessen habt, aber der Sensor sollte schon ins Öl eintauchen und nicht nur vom Spritzöl leben.

Da muss man Cagiva bzw. Ducati fragen warum Sie den Sensor dort platziert haben.  Wink
Aber mal im Ernst. Ich denke mal, dass es weniger um die Öltemperatur als vielmehr um die Motortemperatur geht. Da der ZK deutlich schneller auf Temperatur kommt als die Ölwanne ist der Sensor hier effektiver. Der Sensor soll ja vorrangig die Motortemperatur messen um das Einspritzkennfeld zu beeinflussen. 


Ein Öltemperatursensor gehört natürlich in die Ölwanne. 
Bei den aktuellen 2V-Ducatis gibt es auch einen Öltemperatursensor in der Schraube des Siebfilters. 
Kann man auch Alles bei der Granny nachrüsten:
https://www.stein-dinse.biz/product_info...ts_id=4937
https://www.stein-dinse.biz/product_info...s_id=51819

Ich glaub aber, dass es effektiver wäre, noch ein paar Euros mehr zu investieren und gleich einen Thermostat zu verbauen!
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#19
Ich fasse das mal für mich zusammen, selbst mit dem geblocktem Abgang/Kurzschluß vom Thermostat zum Ölkühler war für mich das Öl bzw. dessen Temperatur bei normaler Außentemperatur auf der Landstraße gerade am unteren Bereich dessen, wo die GC im Rechner was umschaltet.
Ich kenne leider den programmierten Wert nicht, wäre interessant was Wilco dazu sagen könnte.

Bei Schleichfahrt auf der Landstraße - und s.o. - habe ich teilweise keine 75° erreicht!

Und das was Dirk schrieb ist ja wirklich so, ab so 80 plus X Grad geht der Motor bzw. dessen Steuerung in einen Modus wo er deutlich freier läuft und die Leistung und Verbauch in einem stark geänderten Close/Ratio zueinander stehen.

Wobei ich hier immer die gemessene Temperatur vom Sensor am Ventildeckel als Benchmark nehmen würde. Die geht ja in die ECU (und wenn Wilco hier mal die Info hat bzw. weitergibt, dann könnte man das abgleichen oder eben mit einem anderen Sensor mit eienr anderen Kennlinie hier weiter optimieren.
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#20
Hallo Georgios,

da gebe ich Dir natürlich vollkommen recht, in einem Motor hat das Öl logischerweise an unterschiedlichen Stellen unterschiedliche Temperaturen. Hinter dem Ölkühler ist es wohl am kältesten, im Kopf in Auslaßnähe am heißesten. Jetzt ist die Frage, wo mißt man, um Vergleichbare Werte zu erhalten, z. B. zwischen verschiedenen Motorrädern unterschiedlicher Besitzer, aber des gleichen Typs, z.B. Cagiva GC. Und, während einer Passfahrt (bergauf) das Öl korrekt und vergleichbar durch Ablassen zu messen, kriegt nicht jeder auf Anhieb automatisch ohne Pfütze hin. Also bauen viele den Geber in die Ablaßschraube hinein, und das ist die Vergleichstemperatur, auch mit der kühlenden Wirkung des Gehäuses, die ja immer die gleiche ist. Und das sollte eigentlich ausreichen.

Grüße, Gerhard
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#21
Jungs, ich verstehe Euch jetzt besser. In diesem Fall denke ich auch, daß man dem Sensor ein anderes Signal vorgaukeln oder ihn sonstwie manipulieren sollte, um einen besseren Motorlauf zu erreichen.

Hallo Gerhard,

ja, das ist richtig, aber ich möchte zunächst mal meine Öltemperatur so genau wie möglich am Instrument ablesen können. Wenn alle den Fühler in die Ablaßbohrung legen, habe zwar alle die gleiche Temperatur am Instrument (im Idealfall), aber sie weicht von der wahren Temperatur stärker ab als die an dem anderen Punkt gemessene.
Was hat man also davon, wenn alle z.B. 70°C ablesen und meinen, das wäre zu wenig, wenn die wahre Temperatur bei 85°C liegt?

Ach, und ich mache das mit dem Ölablassen natürlich nicht unterwegs am Berg, sondern verbinde es mit dem Ölwechsel. Wink
Grüße Georgios

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#22
Zitat:Wenn alle den Fühler in die Ablaßbohrung legen,




Georgios, dies wird im Regelfall bei Ducati aber nicht der Fall sein. Dort sitzt immer ? eine Ablaßschraube mit Magnet, also die würde ich nicht aufbohren!

Viel besser ist es die "Siebschraube" anzubohren, ein Gewinde einzuschneiden und dort den Sensor zu montieren.

Oder eben für 53,- Peitschenhiebe bei Stein Dinse shoppen zugehen.

(siehe Bild)
   

und für alle Extremisten, wenn man nun alle 3 möglichen Punkte abgreift, sprich oben am Ventildeckel, am montierten Thermostaten und unten an der Filterschraube, ja dann braucht man schon ein kleines Programm zur Auswertung - und fährt beim Umschalten von Sensor zu Sensor, um bei voller Fahrt in Schräglage informiert zu sein, sicherlich in den Graben!
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#23
Ist ja richtig, aber aufbohren braucht man nicht. Es gibt passende Adapter zu den Sensoren.

Dummerweise ist beim Suzuki-Motor auch an der Siebschraube ein Magnet. War mir aber egal.
Grüße Georgios

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#24
Hallo zusammen,

nochmal was zum Öltemperatursensor:

Ich habe festgestellt, daß die GC (zumindest meine) nach dem Kaltstart das Gemisch absolut überdimensional anfettet, wohl damit sie auch in ungeübter Hand ja nicht wieder ausgeht. Da kommen hinten richtig schwarze Schwaden heraus. Halte ich für übertrieben und unnötig. Wird natürlich besser mit zunehmender Erwärmung, gemessen über den Öltemperatursensor.

Der Conradsensor verbessert die Lage etwas, in dem er der Steuerung eine ca. 5 - 10 K höhere Öltemperstur vorgaukelt. Allerdings auch bei hohen Öltemperasturen, wo das sicher nicht nötig ist. Ein 6 kOhm-Widerstand parallel zum Sensor macht das gleiche bei niedrigen Temperaturen, wegen des stark abnehmenden Widerstandes bei höheren Temperaturen verliert sich die Wirkung da. Halte ich für die bessere Lösung.

So, und jetzt kommts:
Ich überlege, ein 5 oder 10 kOhm-Poti mit Sicherheitsvorwiderstand parallel zum Sensor einzubauen, mit Betätigung irgendwo versteckt aber während der Fahrt erreichbar. Wäre sozusagen ein stufenloser Choke. So kann man im Kaltlauf das überfetten abstellen, und kann, wenn sie nicht "will", mal kurz Choke gebnen. Ganz wie beim Vergaser, was?

Widerstandswerte müssen natürlich noch ermittelt werden.

Grüße, Gerhard
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#25
Hallo Gerhard,

kann es sein, dass du deine Grany mal fetter gestellt hast als 3,5% CO im Standgas?
Oder warst du vielleicht bei Wolle zum einstellen? Oder stimmt deine TPS-Einstellung nicht? Meine Grany läuft im kalten Zustand nicht zu fett. Ich kenne das aber von meiner Navi. Nach dem Einstellen bei Wolle lief sie mit 6% CO, warm im Standgas. Kalt lief sie dann auch erheblich zu fett.
Bei konstant 100km/h war der Verbrauch bei 6,5L/100km.
Gruß Wolfgang
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#26
@gerhardmillegt
Jedes zusätzliches Teil in der Elektrik ist eine pot. Fehlerquelle. Von daher würde ich eine solche Bastellei (Poti) nicht machen wollen. Ich sehe auch den "Choke-Effekt" nicht so wirklich.
Ja, die Granny läuft generell recht fett und ja die (Öl)Temperatur ist bei typischen norddeutschen Temperaturen eigentlich immer zu niedrig. Der schon angesprochene Conrad-Sensor scheint eine kleine Verbesserung zu bringen. Ist aber auch nur ein Workaround um ein falsch konzipiertes System 'auszutricksen'. Immerhin braucht es dafür keine zusätzliche Bastelei am Kabelbaum/Elektrik.
Optimal wäre wohl der Einsatz eines Ölthermostats an der Granny. Wenn ich über den Winter mal zuviel Langeweile hab, gehe ich das auch mal an. Ein Thermostat hab ich schon zu Hause.

Gruß
Dirk
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#27
Hallo Dirk,

also, meine "Basteleien" an einer Fahrzeugelektrik funktionieren, und das schon seit fast 50 Jahren, an Autos und Motorrädern. Vielleicht kriegt das nicht jeder hin, aber darum geht es hier ja auch nicht.

Der "Choke-Effekt" besteht darin, daß man in der Warmlaufphase mittels dieses Potis die Choke- (=Anfettungs-)wirkung in ihrer Stärke verstellen kann, und zwar, je nach Auslegung so stark, daß sie entweder voll da ist oder, als andere Grenze, fast gar nicht da ist. Das ist dann wie beim handbetätigten Choke, sowohl Auto wie auch Motorrad.

Der Thermostateinbau erscheint mir als ein Riesenaufwand, vor allem verglichen mit dem Nutzen. Eine Ölkühlerabdeckung zum Abnehmen ist da doch viel einfacher und sinnvoller. Außer vielleicht, jemand pendelt permanent zwischen 2 Klimazonen hin und her, z.B. wöchentlich zwischen Südfrankreich und Deutschland, und vergißt ständig, die Abdeckung währfend einer Tankpause auf der Autoroute du soleil abzunehmen oder anzubringen. Aber das machen sicher die wenigsten.

Grüße, Gerhard
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