Synchronisation checken

#1
Hallo allerseits,

wie schließe ich Meßuhren an die Ansaugstutzen an, um damit die Synchronisation zu checken? Es sind kleine gewinkelte Anschlüsse dran, die eine Art Ventilgewinde haben, braucht man da ein Gegenstück? In den Duicati-Foren habe ich nichts gefunden, die drehen immer viele Kleinigkeiten 17x durch den Wolf, wenig substantielles. Im ET-Katalog hat der Anschluß 8000 89621. Im WHB steht nichts erhellendes.

Grüße, Gerhard
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#2
Ich kenne jetzt nicht direkt die Gran Canyon, hab aber an meiner Königswellen Duc und an meiner Guzzi schon den Twin Max zum einstellen dran gehabt. Beim Twin Max sind Anschlussstücke dabei, um in die Gewinde im Ansaugstutzen zu schrauben. Schraube entfernen, Anschluss drauf und die Schläuche des Twin Max aufstecken. So geht es auch bei den Messuhren. Das ganze muss natürlich dicht sein, damit keine Fremdluft gezogen wird, sonst stimmt die Unterdruckmessung nicht.
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#3
Hallo Ducwolobo,

ich weiß schon grundsätzlich, wie Synchronisieren geht! Habe auch Königswellen-Ducatis, eine Guzzi Mille GT usw. Habe auch schon den V6 meines Citroen SM (3 Weber-Doppelvergaser) synchronisiert. Alles kein Problem.

Das Problem, das ich mit der Cagiva Gran Canyon habe, ist, daß in den Ansaugstutzen (ist ein Einspritzer!) wohl irgend welche Anschlüsse vorhanden sind, die, zumindest von ihrer Lage her, zum Anschließen von Unterdruckmeßgeräten sein sollen. Sie haben auch ein Käppchen zum öffnen (mit Gewinde ähnlich der Reifenventilkäppchen), darunter kommt irgend was zum Vorschein, was wie ein Reifenventil aussieht, aber offensichtlich keines ist, zumindest wenn man sich das ET-Bild genauer anschaut. Was anderes als ein Meßgerät zum Synchronisieren wird man an dieser Stelle wohl kaum anschließen, außer vielleicht eine Einfüllvorrichtung für Primitivo oder Chianti, falls der Motor sowas mag. Steht aber nichts darüber im WHB. Ab- und wieder Anbauen dieser Anschlüsse könnte man theoretisch, um dann vielleicht irgendwas übliches zum Messen einzuschrauben, man kommt aber derart schlecht dran, daß man wohl den Motor dafür ausbauen könnte. Meine Frage ist dann ganz einfach: Wie schließe ich an diesem Motor Unterdruckmeßgeräte an? Adapter?Zwischenstück?

Grüße, Gerhard
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#4
Servus,

Ja das sind die Anschlüsse zum synchronisieren. War mal schnell in der Garage für ein paar Bilder.

Der Anschluß ist nur 2teilig, wenn das Käppchen (Ringschlüssel SW 9mm) ab ist,
   

 steht ein kleines Röhrchen raus, 
   

an das steckst Du einen Kunststoff-Pneumatikschlauch mit Aussen-Ø 4mm. Ist der Stummel fettfrei, hält der Schlauch von selbst. Vom Pneumatikschlauch aus ist es ja kein Problem mehr eine Verbindung zum Nadelventil (zur Dämpfung) dann zur Unterdruckuhr herzustellen.
   

.... und Nein, den Motor muss man nicht für alles ausbauen, die Zugänglichkeit finde ich sogar relativ gut, vgl. zu manch anderen Bikes  Biggrin
Wenn man die Hohlschraube, mit der der Anschluß befestigt ist, etwas löst, kann man den Winkel schwenken, sollte er etwas ungünstig stehen, wieder festziehen und gut, wenn mans mal gemacht hat, klappts beim 2 mal fast von alleine  Wink

Der liegende Zylinder ist ja kein Thema, der stehende geht auch, mit 2 Fingern - mit einem Zeigefinger vor der Rahmenstrebe, mit dem anderen - hinter der Strebe herumfassen, schon klappts  Cool

Gruß Mpire
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Vorwärts Männer, wir müssen zurück
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#5
Hallo Mpire,

aha. Ist ja ganz einfach, Ich habe nicht erkannt, daß das Schlauchanschlüsse sind.

Also Vielen Dank für die Erklärung, und extra Dank, daß Du mir das sogar fotografiert hast. Nur, warum steht das nicht im WHB?

Grüße, Gerhard
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#6
Hallo,

habe mir im Hydraulikschlauchladen einen halben Meter Hydraulikschlauch DN 2 besorgt - 2 mm Innendurchmesser, passt genau auf die kleinen Stutzen und hält von selbst. Der Schlauch ist für einen Betriebsdruck von 630 bar, was hier knapp ausreichen sollte. Zufälligerweise ist der Außendurchmesser genau so groß wie der Innendurchmesser der Gummischläuche meiner Meßuhren, muß also keinen Adapter bauen, nur draufstecken und dicht.

Na, dann werd ich mal synchronisieren!

Grüße, Gerhard
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#7
So einen Schlauch habe ich noch nicht gesehen, aber 630 mbar könnte hinkommen. Wink

Synchronisierst Du aus einem bestimmten Grund oder nur aus Interesse? Ich habe immer den Eindruck, daß es schon grob verstellt sein muß, damit ich das merke. Wäre mal interessant, was Du findest.
Grüße Georgios

"Absorb what is useful, discard what is useless, add what is uniquely your own."

"It's a shame that stupidity can't be converted into a usable energy source."

"I would rather be on my motorcycle thinking about God than in church thinking about my motorcycle."
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#8
Hallo Georgios,

da ich nicht wußte, ob die Synchronisation noch stimmt und ich alles offen hatte, wollte ich es mal nachprüfen und gegebenenfalls korrigieren. Habe die Gran Canyon gebraucht gekauft, und wußte somit nicht, was schon mal eingestellt bzw. verstellt wurde und was nicht. Mußte aber nichts korrigieren, war alles ok. Der Unterschied zwischen vorne und hinten ist immer unter 10 mbar, da stelle ich nichts nach. Das ist genauer als bei den meisten Vergaser-Einstellungen.

Schlauch: Er hält definitiv 630 bar aus, nicht 630 mbar. Ist ein Hydraulikschlauch, da hat man solche Drücke. Außen hat er 6 mm Drm., und passt genau in die Gummischläuche meiner Uhren.

Grüße, Gerhard
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#9
Hallo Gerhard,


was hast Du für ein Meßinstrument? Ich benutze momentan Uhren von Louis, hätte aber gerne die Boehm. Obwohl ich denke, daß die Louis-Teile ausreichen.
Grüße Georgios

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#10
Hallo Georgios,

ich weiß gar nicht mehr, wo ich die gekauft habe, habe sie schon bald 40 Jahre, denke ich. Habe mal neue Schläuche reingemacht, weil die alten rissig wurden, ist aber auch schon wieder eine gute Weile her.

Ich glaube auch, daß die Louis-Teile ausreichen. Die Dinger sollten nur gleich anzeigen, was man leicht überprüfen kann, und möglichst keine Hysterese haben. Der wahre Druckwert ist weniger entscheidend.

Grüße, Gerhard
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#11
Hallo Gerhard,

meine Louis-Uhren zeigen leicht unterschiedlich an, aber wenn man das weiß, ist es wiederum kein Problem.

Nachdem ich heute mit dem Navigator unterwegs war und mich über den Motorlauf gefreut habe, frage ich mich, ob das normal ist, daß ich noch nie geprüft oder eingestellt habe und sich trotzdem offenbar nichts verstellt hat. Zumindest merke ich beim Fahren nichts Negatives.
Grüße Georgios

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#12
(22.08.2019, 11:47)gerhardmillegt schrieb: Hallo Georgios,
.... Die Dinger sollten nur gleich anzeigen, was man leicht überprüfen kann, und möglichst keine Hysterese haben. Der wahre Druckwert ist weniger entscheidend.

Grüße, Gerhard

Servus.

Auch diesen Fehler kann man ausschließen. Benutze ein Umschaltventil und eine Uhr, somit vergleiche ich mit der selben Uhr nur zwischen stehendem und liegendem Zylinder.
Der wahre "Druckwert" ist da erstmal zweitrangig.
Was die 10mBar angeht, finde ich die schon viel im Stand, ich merke die bei mir deutlich schon vom Motorlauf her. 
Ist ein spürbarer Unterschied ob da 20mBar zu 30mBar  oder 30/30mBar Unterdruck anliegen. 
Vorallem nach dem Ventileeinstellen (wenn Shims zu tauschen waren) sollte auf jeden Fall syncronisiert werden, da sich durch die geänderten Spiele der Ventilsteuerung, die Druckverhältnise im Saugrohr ändern. Habe ich selbst schon mehrmals durch vorher-nachher-Vergleich gemessen Idea
Wenn man korrigiert, sollte immer der niedrigere Wert, durch zudrehen dem höheren angepasst werden.



Gruß Mpire
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