So langsam wird`s ernst, Fahrverbote
#51
Hier ein Interview mit einem lokal recht bekannten (Motorrad)Polizisten zur Lärmproblematik: https://www.spiegel.de/auto/fahrkultur/m...1b61c60804#

Insbesondere der Absatz mit den Rennstrecken sollte vor allem uns Motorradfahrern zu denken geben "Ein Beispiel: Auf dem Nürburgring dürfen Motorräder, bei denen in der Nahfeldmessung mehr als 95 Dezibel festgestellt werden, nicht mehr fahren. Viele serienmäßige Sportmaschinen erreichen bei dieser Messung aber 98 bis 105 Dezibel. Die dürfen zwar nicht auf den Nürburgring, aber legal bei uns durch die Eifel fahren."

Hatte ich ja schon mal weiter oben im Fred geschrieben. Auf dem Sachsenring dürfen diverse Motorradmodelle bei Trainingsveranstaltungen nur mit Vor-Ort mietbaren speziellen Auspuffanlagen fahren. Bin selbst schon auf Trainings gewesen, wo einzelne Teilnehmer vom Training ausgeschlossen wurden, nachdem Sie 2 mal wegen zu viel Lärm aufgefallen sind. 
Komisch, auf der Rennstrecke geht das. Warum dann nicht im Straßenverkehr!? 
Ich finde die Tiroler-Lösung schon mal einen guten Anfang. Beschwert Euch doch bei den Herstellern, warum diverse aktuelle Modelle so laut sind und Ihr damit nicht mehr überall fahren dürft!

PS: Ich wohne schon seit über 15 Jahren neben einer U-Bahn-Linie als auch in einer Einflugschneise (je nach Windrichtung!). Sowohl die U-Bahn als auch die Flugzeuge sind in den Jahren deutlich leiser geworden. Aber viele aktuellen Motorräder sind (legal) deutlich lauter als meine fast 30 Jahre alte Duc-SS.
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#52
Bei uns in der Gegend fahren gefühlt 30-40% der Motorräder mit manipulierten Anlagen herum. Einige Autos sind auch darunter, vor allem nach Mitternacht. Die Polizei interessiert das nicht im geringsten.

Ich wollte das zunächst nicht machen, aber nachdem so ein Typ direkt neben uns hielt, provokativ herüber schaute und uns etwa 15 Sekunden lang absichtlich mit Gasstößen aus seiner Anlage, die komplett offen war, beglückte, habe ich das Kennzeichen der Polizei weiter gegeben mit der Bitte, sich darum zu kümmern. Ohne Erfolg. Ich habe echt genug.

Ein sehr guter Freund war im Restaurant essen, trank 2 Bier und fuhr mit dem Fahrrad nach Hause. Unterwegs stürzte er unglücklich, ohne Fremdbeteiligung. Da er ins Krankenhaus musste, kam auch die Polizei, bei der er einen Alkoholtest machen musste. Ergebnis: 0,4 Promille. Ihn erwartet jetzt ein Bußgeld von bis zu 1000,- € Höhe. Obwohl nur er betroffen war und nur sein Fahrrad etwas beschädigt ist.
Verstehe einer die Relation.
Grüße Georgios

"Absorb what is useful, discard what is useless, add what is uniquely your own."

"It's a shame that stupidity can't be converted into a usable energy source."

"I would rather be on my motorcycle thinking about God than in church thinking about my motorcycle."
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#53
(23.07.2020, 18:36)Georgios schrieb: Bei uns in der Gegend fahren gefühlt 30-40% der Motorräder mit manipulierten Anlagen herum. Einige Autos sind auch darunter, vor allem nach Mitternacht. Die Polizei interessiert das nicht im geringsten.

Ich wollte das zunächst nicht machen, aber nachdem so ein Typ direkt neben uns hielt, provokativ herüber schaute und uns etwa 15 Sekunden lang absichtlich mit Gasstößen aus seiner Anlage, die komplett offen war, beglückte, habe ich das Kennzeichen der Polizei weiter gegeben mit der Bitte, sich darum zu kümmern. Ohne Erfolg. Ich habe echt genug.

Liegt vielleicht auch daran, das die Polizei in den letzten Jahrzehnten sucksesive kaputt gespart worden ist und ohne Ende Stellen abgebaut wurden. Erst seit der Zuwanderungsproblematik und IS hat man gemerkt das es in die falsche Richtung läuft. Die jungs von der Kontrolle schieben Überstunden ohne ende un sollen sich dan auch noch um jeden Scheiß kümmern.
Technische Ausrüstung fehlanzeige..jetzt fängt man gerade an, Dienstsmartphones anzuschaffen, aber nur 1 pro 2 Beamte..

Ich finde den Tiroler Ansatz gar nicht so verkert..gut, ich fahre eine Navi, die davon nicht betroffen ist. Aber so haben die Beamten einen klaren Ansatz, und können das ohne Technik überprüfen, durch einen kurzen Blick in die Zulassung.
Ich habe hier einige Motorradtrefs in der Umgebung. Wenn da am Sonntag die ganzen Poser hinkommen..ich hab da noch nie Polizei gesehen..da sind Maschienen, lauter als ein Jet mit Nachbrenner..und meine Freunde, die ohne Helm fahren...ich bin der Meinung..kein Helm tragen..kein Motorrad fahren..aber was zählt das schon.

Jedenfalls sieht man schon hier im Forum, welche Meinung zusammenpasst und wo es auseinander läuft..und das bei der kleinen Gruppe..

Hoffe wir dürfen noch ein paar Jahre spass am fahren haben..
Cu/ the_wombel.. (Jürgen)  X_090
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#54
(23.07.2020, 19:07)the_wombel schrieb: Liegt vielleicht auch daran, das die Polizei in den letzten Jahrzehnten sucksesive kaputt gespart worden ist und ohne Ende Stellen abgebaut wurden. Erst seit der Zuwanderungsproblematik und IS hat man gemerkt das es in die falsche Richtung läuft. Die jungs von der Kontrolle schieben Überstunden ohne ende un sollen sich dan auch noch um jeden Scheiß kümmern.
Technische Ausrüstung fehlanzeige..jetzt fängt man gerade an, Dienstsmartphones anzuschaffen, aber nur 1 pro 2 Beamte..

Ja, das ist der Grund, auch meine Meinung. Dank unserer linksgrünen Landesregierungen. Und der fehlende Willen der Politik, dies zu ändern. Man möchte offen und tolerant sein. X_081

In Stuttgart haben sie nach den Krawallen entschieden, einen Bus mit Sozialarbeitern auf den Platz zu stellen. Ich nehme an, sie gehen davon aus, daß die Krawallbrüder nach einer Tasse Mate-Tee und dem Erzählen aus ihrer Kindheit zum Tragen von Birkenstock-Sandalen überredet werden können und davon Abstand nehmen, weitere Scheiben einzuwerfen.

Ja, ich hoffe auch, daß wir noch lange Spaß am Fahren haben werden. Der hat nichts mit Lautstärke zu tun.
Grüße Georgios

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#55
@Gerorgios
@the_wombel
Habt Ihr das Interview mit Herrn Heinen überhaupt gelesen!?
Das Problem sind eben nicht die wenigen manipulierten Fahrzeuge, sondern die vielen legal lauten Neumaschinen (Klappenauspuffanlagen). Aber hey, natürlich soll wieder mal die Polizei ausbügeln, was die Politik und wir Kunden verbocken.
Wieso geht man als Kunde nicht zum Händler seiner Wahl und sagt Ihm Klipp und klar, dass man die neue Hukiduki 1234RR nur kaufen würde, wenn Sie deutlich leiser wäre! Wenn so etwas genug Kunden machen, würde die Industrie ganz schnell Ihre Fahrzeuge leiser machen!
Aber nee, in der Realität freut man sich doch wie Bolle darüber, dass man ein Motorrad legal fahren darf, dass etwa so laut ist wie nen Presslufthammer. Soll ja auch ja Jeder in der Nachbarschaft mitbekommen, dass ICH jetzt eine neue Maschine habe. Glaubt mir, ich bin in einem Ducati Club und da ist 'zu Laut' nur dann mal ein Thema, wenn es darum geht auf welcher Rennnstrecke man denn jetzt nicht mehr mit seiner Panigale/Streetfigter fahren darf!
Die neuen Kisten sind teilweise einfach echt abartig laut! Und das sage ich hier als Motorradfreund. 
Die Politik bzw. die Behörden haben hier schlichtweg die technische Entwicklung verpennt (Elektronik/Klappenauspuff)! Es wird höchste Zeit, dass eine Regelung kommt, dass ein festgelegter Schallpegel durch ein KFZ in keiner Fahrsituation überschritten werden darf! Klappenauspuffanlagen sollten dann auch generell bei allen KFZ verboten werden.
Auch die Strafen bei manipulierten Fahrzeugen sollten radikal erhöht werden. 

Und ja, ich möchte ein offenes und tolerantes Land! 
Und ja, dass mit den Sozialarbeitern finde ich ne gute Idee. Besser jedenfalls als noch ne Hundertschaft Polizisten dort hin zu schicken. Langeweile, Alk und Testosteron sind keine gute Kombination. Da vermag ich mich noch gut an meine eigene Jugend erinnern! Da ist auch manches passiert, auf dass ich heute wenig Stolz bin.
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#56
Vielleicht ist die Klientel in meiner Gegend nicht representativ für die ganze Republik, aber ich sehe hier fast nur laute Maschinen, die vor der Zeit der Klappensteuerung gebaut wurden. Aber gut, wenn dem so ist, haben Politik und Gesetzgeber wirklich geschlafen.

Das wäre zwar richtig, wenn der Kunde beim Händler ein leiseres Motorrad fordert, aber dazu muß er erst einmal wissen, daß er eines haben will. Und da kommt die Fachpresse ins Spiel, die uns seit Jahren eintrichtert, daß Neuentwicklungen ja ganz gut sind, aber für den ultimativen Fahrspaß erst mal eine andere Anlage dran muß. Wenn man das oft genug liest, glaubt man es irgendwann. Und weil man am Motorradtreff nicht belächelt, sondern als echter Kerl wargenommen werden will, macht man das eben so.

Und Du hast völlig recht, der Schallpegel sollte in keiner Fahrsituation überschritten werden. Das ist der Punkt.

Noch ein Wort zur Offenheit und Toleranz. Das sind positive Dinge, die eine Gesellschaft lebenswert machen. Wenn diese Toleranz aber über Gebühr ausgenutzt wird, sollte sie ihre Grenzen haben. Man darf nicht vergessen, daß Du und ich für die Worte eines Sozialarbeiters offen wären, es aber Menschen aus anderen Herkunftsländern ( aber natürlich auch welche von hier) offenbar weniger sind, weil dort andere Werte vermittelt werden.
Nur meine Meinung.
Grüße Georgios

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"I would rather be on my motorcycle thinking about God than in church thinking about my motorcycle."
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#57
(24.07.2020, 11:03)monstermania schrieb: @Gerorgios
@the_wombel
Habt Ihr das Interview mit Herrn Heinen überhaupt gelesen!?
jepp..nicht nur gelesen, nein..auch verstanden..

Das Problem sind eben nicht die wenigen manipulierten Fahrzeuge, sondern die vielen legal lauten Neumaschinen (Klappenauspuffanlagen). Aber hey, natürlich soll wieder mal die Polizei ausbügeln, was die Politik und wir Kunden verbocken.
Wieso geht man als Kunde nicht zum Händler seiner Wahl und sagt Ihm Klipp und klar, dass man die neue Hukiduki 1234RR nur kaufen würde, wenn Sie deutlich leiser wäre! Wenn so etwas genug Kunden machen, würde die Industrie ganz schnell Ihre Fahrzeuge leiser machen!
Da hat die Industrie überhaupt kein Interesse daran..kannst ja als Kunde leiser fahren..Beisspiel dai BMW S1000XR von meinem Neffen, Erstzulassung 2019.. 106DB Standgeräusch..
Aussage BMW 2020 zum Tiroler Fahrverbot: unsere aktuellen Maschienen sind nicht betroffen..merkste was?

Aber nee, in der Realität freut man sich doch wie Bolle darüber, dass man ein Motorrad legal fahren darf, dass etwa so laut ist wie nen Presslufthammer. Soll ja auch ja Jeder in der Nachbarschaft mitbekommen, dass ICH jetzt eine neue Maschine habe. Glaubt mir, ich bin in einem Ducati Club und da ist 'zu Laut' nur dann mal ein Thema, wenn es darum geht auf welcher Rennnstrecke man denn jetzt nicht mehr mit seiner Panigale/Streetfigter fahren darf!
Die neuen Kisten sind teilweise einfach echt abartig laut! Und das sage ich hier als Motorradfreund. 
Die Politik bzw. die Behörden haben hier schlichtweg die technische Entwicklung verpennt (Elektronik/Klappenauspuff)! Es wird höchste Zeit, dass eine Regelung kommt, dass ein festgelegter Schallpegel durch ein KFZ in keiner Fahrsituation überschritten werden darf! Klappenauspuffanlagen sollten dann auch generell bei allen KFZ verboten werden.
Auch die Strafen bei manipulierten Fahrzeugen sollten radikal erhöht werden. 
d'accord..

Und ja, ich möchte ein offenes und tolerantes Land! 
Und ja, dass mit den Sozialarbeitern finde ich ne gute Idee. Besser jedenfalls als noch ne Hundertschaft Polizisten dort hin zu schicken. Langeweile, Alk und Testosteron sind keine gute Kombination. Da vermag ich mich noch gut an meine eigene Jugend erinnern! Da ist auch manches passiert, auf dass ich heute wenig Stolz bin.
Trotzdem traurig das es so derart eskalieren muss..
geht doch auch anders: 100000 Tausend Biker aller Gruppierungen treffen sich, und.. nix passiert, kein Brand, keine Zerstörungen, keine Schlägereien einfach nix..und was davon taucht in den Medien auf? auch fast nix..und wenn dann irgenwo im Nachtprogramm..
Cu/ the_wombel.. (Jürgen)  X_090
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#58
(24.07.2020, 12:25)the_wombel schrieb:
(24.07.2020, 11:03)Da hat die Industrie überhaupt kein Interesse daran..kannst ja als Kunde leiser fahren..Beisspiel dai BMW S1000XR von meinem Neffen, Erstzulassung 2019.. 106DB Standgeräusch.. Aussage BMW 2020 zum Tiroler Fahrverbot: unsere aktuellen Maschienen sind nicht betroffen..merkste was? schrieb: Da sind wir dann genau beim Thema. Dann darf Dein Neffe die Kiste halt nicht kaufen. Und das bitte dann noch schriftlich begründet an den Händler und an BMW schicken! Wenn so etwas genügend Kunden machen würden, wäre es ganz schnell vorbei mit den (legal)lauten Motorrädern.
Eine direkte Aussage zum Thema Motorradlärm habe ich noch von keinem Fahrzeughersteller gehört! Da wird immer nur darauf verwiesen, dass die Fahrzeuge alle geltenden Bestimmungen einhalten würden. Die Hersteller wissen schon warum Sie sich in dieser Sache sehr zurück halten. Ich habe bisher nur die Aussage eines HD offiziellen gehört, der zumindest offen gesagt hat, dass der Sound eines Motorrads ganz klar ein Verkaufsargument wäre...

Realität ist aber, dass meine 94'er Monster (91db Stand/82db Fahrgeräusch) um Welten leiser ist, wie aktuelle Ducati-Modelle. Das merke ich bei jedem Clubtreffen/Ausfahrt und das obwohl die aktuellen Modelle ja nur ein Fahrgeräusch von 77 db haben dürfen...
Da braucht man keine Lautstärkekontrollen um zu merken, dass das hier aus dem Ruder läuft.   
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#59
Hallo,

ich habe jetzt aus Zeitmangel nicht alle Beiträge gelesen. Aber eins zieht sich durch wie ein roter Faden: Keiner der Beitragenden hat gemerkt und kritisiert, daß da einfach den Motorradfahrern ein Stück Rechtsstaatlichkeit vorenthalten wird. Mal abgesehen von den nachträglich von den Besitzern gräuschmanipulietren Motorrädern: Die Motorräder sind mit einer gütltigen ABE gekauft worden, die nicht erlischt, sofern nicht manipuliert wird. Eine ABE ist eine "Allgemeine Betriebserlaubnis", also eine Erlaubnis, das Fahrzeug allgemein zu betreiben (d.h. zu benutzen). Und mit dieser Geräuschgeschichte versuchen Politiker und andere, uns diese ABE quasi durch die Hintertüre zu entziehen. Das halte ich nicht für rechtsstaatlich: Die Zusage der ABE ist eine absolut wichtige Grundlage zur Kaufentscheidung, von der auch der Staat finanziell üppig profitiert. Das ist ein Rechtsgeschäft. Nirgends im Wirtschaftsleben kann es nachträglich einseitig eingeschränkt werden, aus gutem Grund. Man muß sich auf eine vertragliche Zusage verlassen können, sonst ist sie nichts wert. Damit man das kann, gibt es den Klageweg. Nur hier nicht, da der Staat selbst die Rechtsstaatlichkeit verläßt.

Grüße, Gerhard

P.S.:
Selbstverständlich begrüße ich Rücksichtnahme, aber auch Toleranz.
G.
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#60
(24.07.2020, 14:12)gerhardmillegt schrieb: Hallo,

ich habe jetzt aus Zeitmangel nicht alle Beiträge gelesen. Aber eins zieht sich durch wie ein roter Faden: Keiner der Beitragenden hat gemerkt und kritisiert, daß da einfach den Motorradfahrern ein Stück Rechtsstaatlichkeit vorenthalten wird. Mal abgesehen von den nachträglich von den Besitzern gräuschmanipulietren Motorrädern: Die Motorräder sind mit einer gütltigen ABE gekauft worden, die nicht erlischt, sofern nicht manipuliert wird. Eine ABE ist eine "Allgemeine Betriebserlaubnis", also eine Erlaubnis, das Fahrzeug allgemein zu betreiben (d.h. zu benutzen). Und mit dieser Geräuschgeschichte versuchen Politiker und andere, uns diese ABE quasi durch die Hintertüre zu entziehen. Das halte ich nicht für rechtsstaatlich: Die Zusage der ABE ist eine absolut wichtige Grundlage zur Kaufentscheidung, von der auch der Staat finanziell üppig profitiert. Das ist ein Rechtsgeschäft. Nirgends im Wirtschaftsleben kann es nachträglich einseitig eingeschränkt werden, aus gutem Grund. Man muß sich auf eine vertragliche Zusage verlassen können, sonst ist sie nichts wert. Damit man das kann, gibt es den Klageweg. Nur hier nicht, da der Staat selbst die Rechtsstaatlichkeit verläßt.

Grüße, Gerhard

P.S.:
Selbstverständlich begrüße ich Rücksichtnahme, aber auch Toleranz.
G.

Da gebe ich dir absolut recht. Das gleiche passiert doch gerade mit den Euro 4 und 5 Dieseln. Das Kba hat die Betriebserlaubnis für diese Fahrzeuge erteilt. Die sollte dann auch für die Lebensdauer des Fahrzeugs gelten. Nehmen wir doch blos mal das Beispiel Stuttgart, wo ich wohne. Mit einem Euro 4 und jetzt auch Euro5 darf ich nicht mehr in den Stadtbereich einfahren, und selbst da wo ich Wohne, im einem Aussenbezirk, und wo nie die Schadstoffwerte überschritten wurden darf ich mit einem Euro 4 Diesel nicht mehr an mein Haus fahren(gehts noch?). Oldtimer mit Euro 2 oder schlechter dürfen das aber wenn sie als Oldtimer zugelassen sind.
Die Entscheidungen die hier gtroffen wurden entbehren jeglicher rechtlicher Grundlage. Was hier gemacht wird ist eine Zerstörung persönlichen Eigentums durch Wertverlust, Genau das Gleiche passiert gerade mit den Motorrädern. Es gibt Autos, die weit über 100 Db Standgereusch haben und da stört sich keiner dran, beim Motorrad ist das aber anders. Das geht einfach nicht wie da vorgegangen wird und da müssen wir uns alle dagegen wehren, sonst ist es bald vorbei mit dem Spass.
Das Große Problem hier in Deutschland ist, dass es immer mehr Verbote gibt statt weniger. Eigentlich müsste man dafür kämpfen, dass Verbote abgeschafft und reduziert werden, sonst wird unser Leben immer mehr eingeschränkt.
Das gleiche ist der neue Bußgeldkatalog, der jetzt zum Glück wieder ausgesetzt wurde. So was geht einfach nicht. Innerorts mehr als 21 zu schnell und die Pappe ist 1 Monat weg. Und jetzt sag mir keiner, dass er nicht schon bei einem 30er Schild in einer Baustelle nicht schon mit gut 50 durchgefahren ist. Das passiert ganz schnell wenn man kurz unachtsam ist, und dann dafür Führerscheinentzug, das geht einfach nicht.
Österreich werde ich in Zukunft boykottieren und fahre da nicht mehr hin. Es gibt andre Länder wo Motorradfahrer herzlich willkommen sind. Und wenn das viele machen werde die Öschis sich das noch mal gut überlegen ob sie das beibehalten.
Wehrt euch, sonst wird euer Leben immer mehr eingeschränkt.
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#61
Gerhard, ich stimme Dir in einigen Dingen zu. Die Diesel-und und Motorrad Problematik zeigt, wie unfähig und ahnungslos unsere Politiker momentan sind. Vom aktuellen Verkehrsminister habe ich bisher nur Mist gesehen und trotzdem ist er noch im Amt. Früher hat man seinen Hut genommen.

Einzig der strengere Bußgeldkatalog, den finde ich richtig. Man hat diese Verschärfung ja nicht ohne Grund eingeführt, sondern weil durch zu großzügige Regelung die Sache aus dem Ruder läuft. Wenn du für eine Geschwindigkeitsübertretung nur ein geringes Bußgeld erhältst, bezahlst du es und denkst nicht weiter darüber nach. Der Staat muss sich sagen lassen, dass er die Bußgelder nur verhängt, um Einnahmen zu haben. Bei härteren Strafen zielt man darauf ab, dass sich das Verhalten der Fahrer ändert. Das hat er nichts mehr mit Abzocke zu tun. Hatte es vorher nach meiner Meinung übrigens auch nicht.

Und uns muss eines klar sein, ein Gesetz kann es niemals allen Menschen recht machen. Du und ich fahren vielleicht meistens vorschriftsmäßig und haben nur dieses eine Mal die 30 Zone übersehen. Für uns wäre ein Führerscheinentzug unfair und zu hart. Aber dann gibt es noch die, die sich sagen, Staat und Gesetzgeber können mir gar nichts sagen, ich fahre in der 30 Zone so schnell, wie ich das für richtig halte. Bei solchen Leuten wäre ein Fahrverbot angebracht. Du siehst, wie schwierig das für den Gesetzgeber sein muss.
Grüße Georgios

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#62
Ob ich gelegentlich ein paar Meter ohne Helm fahre ist allein meine Sache!!!

Wenn irgendwelche Knalltypen mit ihren heulenden Luftschutzsierenen die Anwohner zu aggressiven Motorradgegnern machen geht das alle an!!!

Genießt mal einen Nachmittag an einer Ausflugschneise von solchen Tieffliegern, da verseht man JEDEN der anfängt sich zu wehren.

Das hört erst auf wenn diese Idioten selektiert werden.

Versteht mich bitte nicht falsch, an meiner KTM ist auch eine Akrapo-Anlage, der Sohn hat die GPRs wieder an die Navi geschraubt. Es ist aber ein Unterschied ob ich schon vor dem Ortsschild mit Vollgas und Drehzahl beschleunige oder eben erst später und mit Rücksicht.

Gruß Snoopy
Wer vor der Kurve nicht bremst war auf der Geraden nicht schnell!
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#63
Ich würde das nicht nur am Ortsschild festmachen. Es gibt ja auch Leute, die sich außerhalb geschlossener Ortschaften aufhalten. Die Frage ist nur, ob Eure Zubehöranlagen lauter als erlaubt sind. Und ob diese erlaubte Höchstgrenze noch sinnvoll ist.
Grüße Georgios

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#64
(24.07.2020, 14:12)gerhardmillegt schrieb: Hallo,

ich habe jetzt aus Zeitmangel nicht alle Beiträge gelesen. Aber eins zieht sich durch wie ein roter Faden: Keiner der Beitragenden hat gemerkt und kritisiert, daß da einfach den Motorradfahrern ein Stück Rechtsstaatlichkeit vorenthalten wird. Mal abgesehen von den nachträglich von den Besitzern gräuschmanipulietren Motorrädern: Die Motorräder sind mit einer gütltigen ABE gekauft worden, die nicht erlischt, sofern nicht manipuliert wird. Eine ABE ist eine "Allgemeine Betriebserlaubnis", also eine Erlaubnis, das Fahrzeug allgemein zu betreiben (d.h. zu benutzen). Und mit dieser Geräuschgeschichte versuchen Politiker und andere, uns diese ABE quasi durch die Hintertüre zu entziehen. Das halte ich nicht für rechtsstaatlich: Die Zusage der ABE ist eine absolut wichtige Grundlage zur Kaufentscheidung, von der auch der Staat finanziell üppig profitiert. Das ist ein Rechtsgeschäft. Nirgends im Wirtschaftsleben kann es nachträglich einseitig eingeschränkt werden, aus gutem Grund. Man muß sich auf eine vertragliche Zusage verlassen können, sonst ist sie nichts wert. Damit man das kann, gibt es den Klageweg. Nur hier nicht, da der Staat selbst die Rechtsstaatlichkeit verläßt.

Grüße, Gerhard

P.S.:
Selbstverständlich begrüße ich Rücksichtnahme, aber auch Toleranz.
G.

Hmm,
natürlich hast Du im Grundsatz recht, aber hier geht es zunächst mal nur um eine temporäre Einschränkung der Nutzung. So etwas gibt es im Straßenverkehr auch heute schon...
- Umweltzonen
- Sonn- und Feiertagsfahrverbote für LKW
- Anliegerstraßen
- Straßen mit Nachtfahrverboten
- usw.
Und auch außerhalb der StVO gibt es Einschränkungen. So z.B. die allgemeine Mittagsruhe oder die Nachtruhe ab 22Uhr, Nachtflugverbote, usw. 
Niemand entzieht Dir die generelle Nutzungsmöglichkeit für Dein KFZ!!!
Und von der "tiroler Lösung" sind wohl weniger als 10% aller zugelassenen Motorrädern überhaupt betroffen. 

Und der Vergleich mit der 'freien' Wirtschaft war wohl nur ein Witz von Dir, oder!?
Mir fallen da Adhoc diverse Dinge ein, wo Nutzer Entschädigungslos "enteignet" wurden! Aktuell läuft gerade die deutschlandweite Abschaltung des 3G-Funknetzes. Damit werden Millionen von Smartphones quasi über Nacht zu Elektroschrott werden. Oder die Abschaltung des analogen Fernsehens vor einigen Jahren. Da durfte man dann erst einen DVB-T Reveiver neu kaufen und jetzt wurde das auch wieder abgeschaltet und ich darf mir einen neuen DVB-T2 Reveiver kaufen. 

Gruß
Dirk
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