Ich liebe LifePo4
#1
Seit 2010 fahre ich in meinen Navis 20Ah AGM Akkus. Anfang fuhr ich 20W50 Öl und bei unter 10 Grad stießen selbst diese Akkus an ihre Grenzen. 

Seit zwei Jahren nutze ich einen Eigenbau 150Ah LifePo4 Akku mit Bluetooth BMS zum Boot fahren mit E-Motor. Der Akku wiegt 14kg und ich kann damit 10 Stunden Boot fahren.

In meinem Wohnmobil nutze ich 4 x 40Ah Akkus von Valence. Die Akkus sind ca. 9 Jahre alt und haben noch 100% der Kapazität. 

Vorgestern habe ich mich dann auch dazu durchgerungen eine LifePo4 in meine Navi einzubauen. Basis sind 8 Zellen A123 + Balancer. Bei YouTube gibt es ein Video wo sie mit 8 Zellen A123 einen Automotor starten. Die Zellen haben fast keine Drift. Eine Zelle kostet ca. 9€.
Also ein Top Akku für etwa 100€. Ich hatte lange Bedenken, daß der Ladestrom vielleicht zu hoch ist aber das war nicht der Fall. 

Seit 8 Jahren hat das Starten meiner Navi immer ca. 3 Sekunden gedauert. Jetzt startet sie fast auf den Punkt. Die Gewichtseinsparung im Vergleich zu dem 20Ah AGM Akku ist enorm.
Nach ein paar Tagen habe ich festgestellt, dass auch mit der Lifepo4 wieder die 3 Sekunden zum Starten des Motors benötigt werden.

Bisher bin ich begeistert.
Gruß Wolfgang
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#2
Moin,

sehr interessantes Thema..Benedikt hatte glaub ich auch einen LiFepo in seiner Navi..

Hast Du nur mit Balancer oder auch PCB gebaut? 

Welchen Balancer benutzt Du?

Hast Du auch den Regler der Navi getauscht oder immer noch den Originalen drin?
Cu/ the_wombel.. (Jürgen)  X_090
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#3
Grundlage war eine BF-Batterie aus der Mülltonne von Louis. 

Das Vorgängermodell hiervon:https://www.dr-koster-customs.com/BF-Akk...e-Motorrad

Ich habe die Zellen A123 erneuert und den Balancer und das Carbonegehäuse wieder verwendet.

PCB's werden in Starterbatterien nicht verbaut weil bei Über- oder Unterspannung nicht abgeschaltet werden kann. Die Batterie wird zum glätten der Ladespanung benötigt. 

Nach meiner Erinnerung hat Bennedikt auch keinen Balancer verbaut. 
Er balanced einmal im Jahr.

Hier mal ein Beispiel für die Teile:

https://shop.lipopower.de/LiNANOZ-50-Ah-...ku-BAUSATZ

https://shop.lipopower.de/Balancer-300mA...-Stiftteil

Es gibt mitterweile aber auch ab ca. 100€ fertige LifePo4 für die Navi. Leider weiß ich nicht wie hochwertig da das Innenleben ist.

Eine Spannungsanzeige am Motorrad ist bei LifePo4 aber wichtig, weil das Elektrolyt bei Über- oder Unterspannung chemisch instabil werden kann.
Überspannung größer als 14,6, Unterspannung kleiner 10V.
Die Spannung sollte sich beim Motorrad zwischen 13V und 14,6V bewegen.
13V fast leer, 13,45 vol, 13,6 Ladungserhaltung, 14,6 Ladeschlussspannung.
Gruß Wolfgang
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#4
Ich habe seit 2 Jahren in der Granny einen

HJTX20H-FP

verbaut. Bordspannung ist vor dem Drücken des Starters bei 13.4 und fällt wenn der Anlasser dreht auf 12.2 . Die Abmessungen sind kleiner als der vorher verbaute AGM-Akku. Praktisch ist, daß diese Ausführung doppelte Pol-Anschlüsse hat. Da ich mehrere Zusatzdinge betreibe, kann ich das so auf 2 Schraubklemmen verteilen.

Michi
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#5
In welchen Bereichen bewegt sich die Spannung während der Fahrt?

Wie weit die Spannung beim starten einbricht habe ich nicht kontrolliert.
Beim Fahren habe ich Spannungwerte zwischen 13,2 und 14,1V.
Die Spannung variiert bei mir etwas. Das liegt aber vielleicht an den beiden Steckern am Messgerät und an der Ladesteckdose.

Die Grany zieht beim starten natürlich einen Hammer Strom. Sie hat ja keinen Dekompressionsmechanismus. Ich hatte bei meiner mal 140A gemessen. Die Navi begnügt sich da mit 80A. 

Ich achte beim nächsten starten mal darauf wie weit die Spannung bei mir einbricht.
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#6
Dazu möchte ich bemerken, daß ich an der Stellschraube "Gleichrichter" gedreht habe und weiter drehe. Irgendwo habe ich früher geschrieben, daß ich auf einen Shindengen FH012  umgerüstet habe. Das ist ein MOSFET-Gleichrichter aus einer Triumph 675. Das gilt es im Auge zu behalten, weil diese Gleichrichter andere Stecker als die Serienteile haben. Die Stecker für diese Gleichrichter (FH012, FH020) haben größere Querschnitte und sind wasserdicht. Den Gleichrichter gibt es bei vielen Modellen, bei der Triumph sind meist die Kabel mit den passenden Steckern dabei. Mit dem FH012 hatte ich bei Leerlauf 13,4 und im üblichen Drehzahlband während des Fahrens 14,2.
Inzwischen (3 Tage) habe ich auf einen Shindengen SH775 umgerüstet.
Der FH012 (und der FH020) sind traditionelle (Quer-)Regler und verbraten alle Energie der Lichtmaschine, die nicht von Verbrauchern gezogen wird. Die Lichtmaschine läuft also immer mit Volllast. Macht nix, die ist dafür ausgelegt.
Der SH775 ist ein serieller Regler. Wenn keine Leistung angefordert wird, wird auch keine produziert. Der Nebeneffekt ist, daß wegen "nicht Vollllast" alle beteiligten Bauteile  thermisch weniger belastet werden.  Ich habe das nicht herausgefunden sondern wiederhole die Aussagen eines Beitrags im Aprilia-Forums. Bei den "alten" scharfen Zweizylindern und den aktuellen Vierzylindern sind Probleme mit Batterie, Lichtmaschine und Regler an der Tagesordnung (erscheint zumindest so, wenn man in dem Forum liest). Dort hat ein kompetenter Zeitgenosse das untersucht und gemessen. Teil der Untersuchung waren Bilder mit einer Thermobildkamera vom Lichtmaschinendeckel. Es gab Temperaturunterschiede von über 20 Grad (weniger) bei Einsatz des SH775 (oder seines größeren/besseren Bruders SH847). Das hat mich bewogen, das zu versuchen.
Die SH775 sind in Europa nur neu oder eher selten zu finden. Aber sie wurden/werden von Bombadier in diversen Schneemobilen vebaut.  Harley verbaut den gleichen Regler in den 750er-Modellen. Also habe ich in USA einen gekauft, der mit Zoll und Versand etwa 40Euro gekostet hat. Aber man muß aufpassen: viele Regler aus China werden als SH775 angeboten, sind aber billige/schlechte Kopien von FH012 oder FH020. Also nix "serieller Regler"

Nun zu den Meßwerten bei (m)einem 20Ah-Lithium-Akku:
 - Batterieanzeige vor Start bei eingeschalteter Beleuchtung 13,2
 - Leerlauf (1500) :       13,4
- Fahrbetrieb Drehzahlband 3000 -5000: 14,2/14,4
- drüber: 14,6

Die 14,6 werden nach bisheriger Beobachtung nie überschritten. Das erscheint mir wichtig, weil ich zu "meinem" Akku Folgendes gelesen habe:
- unter 11Volt = Tiefentladung. Wahrscheinlich ist der Akku hin oder er wird bald sterben
- 14,2 = akzeptable Ladespannung. ABER: der Balancer kann noch nicht ausgleichen
- 14,6 = optimale Ladespannung und der Balancer kann ausgleichen
- 14,9 = ab hier stirbt der Akku bzw. nimmt Schaden

Ganz schön viel Text geworden...
Dieser Beitrag sollte mit dem thread "Umbau Scheinwerfer"  gesehen werden. Ich habe inzwischen alle Lichter auf LED umgestellt. Mit dem seriellen Regler erhoffe ich mir eine Elektrik, die zuverlässig ist und zeitgemäßes Licht möglich macht.

Michi
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#7
Nun zu den Meßwerten bei (m)einem 20Ah-Lithium-Akku:
 - Batterieanzeige vor Start bei eingeschalteter Beleuchtung 13,2
 - Leerlauf (1500) :       13,4
- Fahrbetrieb Drehzahlband 3000 -5000: 14,2/14,4
- drüber: 14,6


Bist du dir sicher das deine Batterie HJTX20H-FP 20Ah hat?
Die von JMT hat 7Ah.

Bei Motor aus hatte ich gestern 13,5V, Zündung ein mit Licht 13,2V.
Beim Starten mit kaltem Motor nach 3 Sekunden  9,xV. Ablesen der Nachkommastelle nicht möglich.
Unmittelbar nachdem der Motor lief 13,5V.

Beim Fahren 13,6V. Im Stand bei vollgeladener Batterie 14,0V.
Wenn mein Balancer auch erst bei 14,6V aktiv wird, was ja üblich ist, wird nicht balanced.
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#8
Wolfgang,
mit den 7AH des Akkus hast Du natürlich recht. Ich habe der Wert aus der Artikelbezeichnung fälschlicherweise  als Kapazitätsangabe angesehen.

Michi
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