Canyon 500 - behalten oder verkaufen
#1
Hallo zusammen,

meine Freundin hat eine Canyon 500, mittlerweile seit fast zwei Jahren. Sie hat seit 10 Jahren den Führerschein, ist aber nie gefahren. Ich hab versucht sie wieder zum Motorradfahren zu motivieren und wir haben die kleine Canyon mit wenig Laufleistung günstig bekommen. Mit den knapp 40 PS und geringem Gewicht sicher kein schlechtes Motorrad für Anfänger bzw. Wiedereinsteiger, was uns aber doch Sorgen macht ist dieses leidige Thema Anlasser. Bisher funktioniert er aus meiner Sicht zuverlässig, aber es scheint ja nach allem was man so liest nur eine Frage der Zeit zu sein, bis der in die Knie geht.

Was auch auf jeden Fall fällig ist sind neue Reifen. Da dürften mit DOT aus 2000 noch die ersten drauf sein. Letztes Wochenende bin ich das "Risiko" eingegangen und habe die Canyon in zwei Tagestouren einmal quer durchs Land gefahren (MV nach RLP). Da hat sie erstaunlich gut performt und auch echt Spaß gemacht, obwohl ich on meiner Street Triple doch ganz was anderes gewöhnt bin.

Welche Reifen könnt ihr für die Maschine empfehlen? Taugen die Mitas Terra Force was? Oder lieber die Metzeler Tourance? Offroad wird die Maschine eigentlich nicht ernsthaft bewegt, ggf. mal ein bisschen Feldweg.

Wir sind jetzt ab überlegen die Maschine aus Angst vor einem defekten Anlasser zu verkaufen, was doch echt schade wäre, weil alles andere gut passt. Hat denn schon jemand mit Erfahrung mit diesen chinesischen Ersatzteilen, die in den Quads verbaut sind? Passen die?

Grüße aus der Westpfalz
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#2
Hallo Unbekannter,
du darfst dich doch gerne mal ein Bisschen vorstellen, das macht die Suche nach Antworten ein Wenig einfacher.

Grusse aus Südbayern
Mangelnde Leistung wird mit Wahnsinn ausgeglichen!!!!
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#3
Also ich kann zur kleinen Canyon nicht viel sagen, habe ja nur die große Schwester.

Nur allgemein, du bzw. ihr werdet doch nur ein paar Euros für die Kiste kriegen, ich kenne wenig Motorräder die im Markt
so schlecht unterzubringen sind.

Ich würde das Ding behalten und technisch auf den Händen tragen, sprich Iridium Kerze, neuen Kerzenstecker, alle Kontakte ablieben, immer eine volle Batterie, dann wird die
Canyon schon noch ein bißchen laufen.

Reifen? Ich persönlich fahre sehr viele meiner Bikes mit dem Mitas 07, eine gute Mischung für alles, von der Landstraße bis zur Baggerseezufahrt, und sogar Enduro-Modus geht damit geht.

ET Beschaffung ist ja eh die Schwachstelle bei dem Ding, da ist man auf sich selbst oder das Forum hier angewiesen.
Heilige Mutter von der gesegneten Beschleunigung, verlaß' uns jetzt nicht!
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#4
Hallo,

ich habe selbst sein einigen Jahren die kleine und die große (Gran) Canyon, eher als Fan der Marke. Zu den Reifen kann ich sagen, daß Du alle großen Hersteller bedenkenlos fahren kannst, sofern eine Reifenfreigabe für Dein Motorrad vorliegt. Kannst Du im Internet beim jeweiligen Reifenhersteller nachsehen, bzw. runterladen.

Ersatzteile allgemein und Anlasser im besonderen sind natürlich ein Schwachpunkt. Gängige Verschleißteile (z.B. Bremsbeläge) passen durchaus von anderen Herstellern. Luft- und Oelfilter gibt es ab und an in der Bucht.

Über die Jahre habe ich mir eine Reparatur des Anlassers selbst angeeignet (sofern noch reparabel) und habe auch ein paar auf Lager liegen. Dazu kann ich aber nur meinem Vorredner zustimmen: Ein sauber eingestellter Motor und eine ordentliche Batterie lassen auch denn Anlasser länger leben. Das rumorgeln mit schwacher Batterie bzw. nicht sauber eingestelltem Vergaser sind die Killer.

Wenn Du sonst damit zufrieden bist und einige Dinge beherzigst wirst Du auch Freude damit haben. Verkaufen eher nicht.

Grüße
Gerd
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#5
Danke für eure Antworten!

Marktgängig sind die Maschinen schwierig, das stimmt. Ich habe allerdings das Gefühl, dass "Retro-Enduros" gerade recht gefragt sind, wenn ich mir anschaue für wie viel Suzuki Freewinds und ähnliches aktuell gehandelt werden. Letzte Woche hatte ich unsere testweise in den Kleinanzeigen, innerhalb von wenigen Tagen über 40 mal als Favorit gespeichert und auch einige Anfragen gehabt.

Neue Zündkerze und ggf. Stecker wäre kein Problem, welche würdest du empfehlen? (Die z. B. https://www.motorsportgoetz.com/Zuendker...on-500-520 ?)
Ich hatte beim Fahren die letzten Tage das Gefühl, dass der Motor seltsame Geräusche macht. Wie ein mechanisches/metallisches Klackern/Tickern beim beschleunigen, so im mittleren Drehzahlbereich in allen Gängen (vielleicht auch im höheren Drehzahlbereich und man hört es bloß nicht mehr). Und wenn ich Gas wegnehme hörte es sich so an, als würde ein Zahnrad irgendwo mitdrehen, klingt aber eher nach Plastik als metallisch - schwer zu beschreiben.

Meine Idee wäre: Ölwechsel (Vorbesitzer hat 10W-50 genommen von Motul, das scheint zu funktionieren). Ölflter wäre nach meiner Recherche dieser. Und dann eben neue Reifen, die Mitas werden, wie du schon sagst, sicher unsere Zwecke erfüllen.

Ich bin kein erfahrener Schrauber, auch wenn ich keine zwei linke Hände hab. Ich mag das Motorrad und eigentlich sollten die Motoren doch robust und einfach gestrickt sein. Tendiere schon zum Behalten, hab nur die Sorge, dass irgendwann der Anlasser dran ist und ich keine Werkstatt in der Nähe finde, die sich mit der exotischen Canyon auskennt.

Schönes Wochenende euch!
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#6
Also ich muß ganz ehrlich sagen, auch ich liebe Retroenduros und habe mehr als eine davon. Es war immer die Überlegung eine der Edion Modelle von Cagiva, so ein Jurassic Park mal günstig abzugreifen und in die Reihe einzustellen.
Aber ich bin dem nie gefolgt, mir ist so ein Bastel-Wastel einfach nicht willkommen. Man fährt damit nur ein paar km und dafür kann es richtig Streß und viel Arbeit geben.

Wenn ich das mit meinem Rotax angetriebenen Aprilias vergleiche: Starterknopf drücken und das Ding ist bald auch schon unter Wasser da. Kein Streß, kein Ärgern, nichts.
Aber auch da wachsen die Preise nicht in den Himmel, jede KTM ist technisch schlechter aber am Markt teurer. Ich habe irgendwo im Hinterkopf immer noch die Warnung, daß der Cagiva Einzylinder als Entwicklung bei einer Fremdfirma entwickelt wurde, dann aber auf Grund von Kapitalmangel die Entwcklung nie beendet wurde und Cagiva selber das Ding zur "Serienreife" gebracht hat. Das ist insgesamt mein Eindruck von Cagiva und MV Agusta Produkten, viel angefangen, aber nie wirklich komplett zu Ende gebracht.

Meine Meinung, wenn dir jemand mehr als 1200,- E für die Kiste gibt, weg damit und was Robusteres suchen, á la Aprilia 4 Takt luftgekühlt, Honda XL *** oder eine Suzuki.

Kerze und Stecker, nimm NGK und Beru, damit habe ich gute Erfahrungen.
Heilige Mutter von der gesegneten Beschleunigung, verlaß' uns jetzt nicht!
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#7
Also ich fahre die Mitas Terra Force R auf meiner 500er Canyon. Hatte vorher die Conti Trail Attack2 drauf und die fand ich um welten besser beim Handling. Die Mitas fühlen sich subjektiv wesentlich kippeliger an und vermitteln mir daher selbst nach mittlerweile 2500km immernoch nicht die letzte Sicherheit.

Das Tickergeräusch habe ich auch irgendwann festgestellt, hat sich jedoch in den letzten 14.000km nicht verschlimmert.
Nach erneuern der Nockenwellenlager war ich der Meinung, dass es etwas leiser war, jedoch kann ich mich auch täuschen. Ich fahre einfach so damit und alles funktioniert normal. Ist halt ein luftgekühlter Motor. Mit 15W-50 oder 20W-50 werden die Geräusche allgemein leiser, da das dickere Öl die Geräusche besser dämpft.
Kettenspanner und Ventilspiel könnte man zur Sicherheit jedoch mal prüfen.

Anlasser ist bei mir nach 27.000km immernoch der erste und Funktion tadellos. Und der wurde vom vorbesitzer schon schwer misshandelt.

War mein erstes Motorrad und habe sie seit 7 Jahren. Gebe sie auch nicht mehr her.
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